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Aussprache von kritischen Haltungen nicht der AfD überlassen

Zum Bericht „CSU-Fraktionschef als Redner auf Corona-Demo?

Mühldorfer Kreisrat erntet Kritik und rechtfertigt sich“ (Lokalteil):

Angelika Kölbl (SPD) kritisiert also den Auftritt von Stefan Mooshuber (CSU) bei einer Veranstaltung, die sich für Belange der Kinder in Zeiten der Pandemie einsetzt. Es sei „ein Schlag ins Gesicht“ für alle, die ihre Kontakte einschränken. Ein Schlag ins Gesicht ist der Umgang Bayerns mit der Pandemie. Anstatt an wirkungsvollen Maßnahmen zu arbeiten, geht es um Partei, Macht und gegenseitige Schuldzuweisung.

Es ist höchste Zeit kritisch zu hinterfragen. Seit Dezember sind wir im Lockdown, die Zahlen entwickeln sich rasant nach oben. Wir haben es nicht geschafft, die vulnerablen Gruppen zu schützen (Zahl der CoronaTodesopfer in Deutschland vergleichbar mit der in Schweden, bezogen auf Einwohnerzahl und Altersstruktur). Die UNICEF warnt vor „gravierenden Konsequenzen (...) für das kindliche Wohlbefinden“. Wenn die kreativste Maßnahme bei hohen Inzidenzen eine Maskenpflicht im Freien ist, wenn die Schulen und Kitas für „ungetestete“ Kinder geschlossen bleiben, aber gleichzeitig die Industrie eine Testangebots-Pflicht für unzumutbar hält, wenn Politiker stundenlang in Talkshows ohne Maske zusammen sitzen, unsere Kinder aber selbst bei täglichem negativem Testergebnis auch noch beim Sport in der Schule eine Maske tragen müssen, dann stellt sich mir tatsächlich die Frage nach Verhältnismäßigkeit und Gerechtigkeit.

Opposition ist ein Kern der Demokratie. Diese Rolle wird zurzeit leider nur durch die AfD ausgefüllt. Mein Respekt gilt Herrn Mooshuber.

Ich wünsche mir, dass Frau Kölbl und ihre Kolleg*innen – gleich welcher Partei – mehr Energie darauf verwenden sich um die Belange und Nöte aller Bürger zu kümmern, anstatt zu versuchen, einzelne an den Pranger zu stellen.

Die Aussprache von kritischen Haltungen dürfen wir nicht der AfD überlassen.

Stephan Krapf

Mühldorf

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