Ausmisten im Netz ist nichts für Ämter

Zum Leserbrief "Bitte keinen Schmusekurs" von Hans Sandner:

Vorratsdatenspeicherung, Verbunddateien und so weiter - alles Bockmist! Wie sollen Datencluster zur Sicherheit der Bürger beitragen? Erkenntnisgewinn erfordert Informationsreduktion. Alte EDV-Regel: Relevanz statt Redundanz! Angesichts der Darknet-Aktivitäten gewiefter Kryptografen-User, denen der Staat das Wasser nicht reichen kann, sind Stapeldateien absurd. So sieht es auch das Max-Planck-Institut. Die sogenannten Staatspraktiker sollten sich eher in Selbstkritik üben, vor allem die des Inlandsgeheimdienstes. Zu fordern wäre eine öffentliche Diskussion über Willkür und Existenzberechtigung so mancher Behörde. Ich bin dem liberalen Chaos Computer Club dankbar dafür, den Bundestrojaner und seine illegalen Funktionen schonungslos enttarnt zu haben. So hat man wenigstens erfahren, was im Back-Office so alles läuft. Ausmisten im Netz sollte man ohnehin Akteuren überlassen, die es können, und nicht irgendwelchen morbiden Ämtern. Oder anders ausgedrückt: Bei Staatsversagen ist in zivile Kompetenz zu investieren. Lala-Personal und marode Spyware gehören ins Orbit geschossen!

Hans Pingel

Bad Aibling

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