Ausgangssperre der falsche Ansatz

Zum Artikel „Streunen verboten“ (Weltspiegel):. Ich finde es sehr gut, dass man sich Gedanken über die derzeitige Katzenpopulation macht, die definitiv gerade in den ländlichen Gebieten zu hoch ist.

Eine Ausgangssperre ist wohl der falsche Ansatz, denn Katzen sind freiheitsliebend und lassen sich ungern auf ein paar Quadratmeter beschränken. Außerdem ließe sich das, wenn überhaupt, nur in privaten Haushalten umsetzen und nicht auf den Bauernhöfen, wo sich die Katzen unkontrolliert und ungehemmt vermehren.

Die Kastration der Katzen ist das einzige Mittel um die Katzenpopulation zu reduzieren und in den Griff zu bekommen.

Seit Jahren fordern Tierschützer deutschlandweit die „Kastrations- und Kennzeichnungspflicht“ für Katzen. Diese wäre wesentlich einfacher umzusetzen als eine Ausgangssperre. Die Vertreter unserer Kommunen müssen dieses Problem endlich erkennen und entsprechend handeln. Mit einer „Katzenschutzverordnung“ kann man die Katzenpopulation langfristig in den Griff bekommen und die Anzahl der freilaufenden Katzen wesentlich reduzieren.

Unser Nachbarland Österreich macht es uns wieder mal vor. Seit 1. Januar 2005 gibt es in Österreich eine gesetzliche Kastrationspflicht für Katzen, die seit 2015 uneingeschränkt auch für alle landwirtschaftlichen Betriebe gilt.

Reden allein hilft nicht – Taten müssen endlich folgen, denn sonst kann weder die Artenvielfalt der Insekten und Vögel gerettet werden, noch wird man das Leid dieser unzähligen Streunerkatzen verringern.

Anna Thomalla

Feldkirchen

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