Aufs falsche Pferd gesetzt

Zum Bericht „Lorenz Kronberger noch CSU-Mitglied“ (Lokalteil):

Eine schöne Richtigstellung, die sich Flossings CSU mit Ortsvorsitzendem Wolfgang Lohr hier zurechtgebastelt hat. Erst wählt man seinen amtierenden Bürgermeister bei der Nominierungsversammlung der CSU Ortsverbände Flossing und Polling mit einer Zweidrittelmehrheit ab, da man wohl der Ansicht war, mit dem Kandidaten Stefan Mooshuber aus Sicht der CSU-Mitglieder besser zu fahren.

Anschließend führt man einen intensiven Wahlkampf und lässt keine Gelegenheit aus, eben diesen neuen Kandidaten als den Heilsbringer für eine geeinte Gemeinde Polling und den Aufbruch in eine bessere Zukunft zu präsentieren.

Aus Sicht der CSU leider ohne Erfolg, wie sich bei der Stichwahl herausstellte. Kronberger ging für die von  ihm wiedergegründete UWG gegen Mooshuber als Sieger hervor. Somit kommt Plan B der CSU zum Zug. Flugs wird auf den Bericht in der Zeitung hin, dass die CSU den Bürgermeistersessel verloren hat, eine Richtigstellung verfasst, in der man den UWG-Bürgermeister wieder für sich in Anspruch nimmt, da dieser ja nach wie vor Mitglied der CSU Flossing und in der Vorstandschaft sei. Eine sehr gewagte Sicht der Dinge.

Vielleicht sollte man sich in Kreisen der CSU doch einmal eingestehen, dass man auf das falsche Pferd gesetzt hat. Dass sich Kronberger nach seiner Demission bei der Nominierungsversammlung und der Behandlung, die man ihm angedeihen ließ, nicht mit sofortiger Wirkung aus diesem Kreis verabschiedet hat, zeugt von seinem Pflichtbewusstsein als gewählter Funktionär, der seinen Wählerauftrag erfüllt.

Andreas Kaisser

Polling

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