Aufruf zum Innehalten und ein Kulturgut

Leserbrief zur Kolumne „Zwischen Himmel und Erde“ (Regionalteil):

Frau Maurer bringt den Glockenschlag der Kirchturmuhr und das tägliche Läuten der Kirchenglocken wieder ins allgemeine Bewusstsein. Verzichtbar in der jetzigen Zeit scheint die viertelstündige und zur vollen Stunde schlagende Kirchturmuhr, die so manchem Bewohner in deren Schlagnähe den Schlaf rauben mag, während das tägliche Gebetläuten, auch Angelusläuten genannt, morgens, mittags und abends mit dem Läuten der Kirchenglocken dazu einlädt, im Tagesablauf innezuhalten und den Angelus, den Engel des Herrn, zu beten. Eingeführt wurde das Angelusläuten zum Angelusgebet, den verlässlichsten Quellen nach von Papst Johann XXII. (1316 bis 1334) durch eine Bulle am 7. Mai 1327. Es stellt ein immaterielles Kulturgut dar und zugleich ist es ein Geschenk an die Menschheit. Jüngster Anlass für das Gebetläuten der Kirchenglocken war während der Corona-Pandemie täglich um 19.30 Uhr der Aufruf zum ökumenischen Gebet.

Roswitha Ager

Raubling

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