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Auf Weg in die Zweiklassengesellschaft?

An der Impffrage könnte noch die bayerische Regierungskoalition zerbrechen: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).
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An der Impffrage könnte noch die bayerische Regierungskoalition zerbrechen: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).

Zur Debatte über die Corona-Impfung (Berichte im Politikteil/Leserbriefe) sowie zu den Berichten „Hotelier macht Ernst: Ohne Impfung kein Urlaub“ (Bayernteil) und „CSU legt Aiwanger Rückzug nahe“ (Politikteil):

Doppelt geimpft gleich doppelter Spaß im Urlaub oder Spritze vor der Party? Gilt die Impfung dann für die Spaßgesellschaft, die dann die Ungeimpften ansteckt? So spaltet man die Gesellschaft. Wenn das im Sinne der Regierung ist, dann gute Nacht.

Irmengard Gartmeier

Bad Aibling

Da wird ständig über die Impfmüdigkeit der Bevölkerung geklagt. Gleichzeitig beeilt man sich, zu betonen, dass auch die vollständige Impfung nur unzureichenden Schutz gegen die Delta-Mutante bietet. Soweit ich weiß, liegen hierzu zunächst nur vage Daten aus Israel vor. So etwas dann gleich als Tatsache hinzustellen, ist doch Wasser auf die Mühlen eines jeden Impfskeptikers. Wie soll so jemand dann einen Anreiz haben, sich doch impfen zu lassen? Sinnvoll wäre es, diese Information eher zurückhaltend zu behandeln, bis gesicherte Studien vorliegen. Manchmal kann man echt nur noch den Kopf schütteln.

Manfred Altmann

Rosenheim

„Ja varreck, jetzt bleibt mir die Spucke weg.“ Jetzt ist es wirklich so weit, dass ein deutscher Bürger wegen seiner freien Meinung bestraft wird! Herr Aiwanger hat niemandem etwas getan. Die Aussage von Katharina Schulze in diesem Artikel ist auch nicht gerade die „intelligenteste“. Herr Aiwanger ist ein Mensch, der noch am bodenständigsten ist und über ein logisches Denken verfügt, eben klare Gedanken hat. Über Impfnachwirkungen und länger anhaltende Schäden wird ja fast nie berichtet, sie werden auch noch teilweise abgestritten. Ich kenne etliche Menschen, die jetzt davon betroffen sind. Es sollte uns trotzdem auch zu denken geben.

Renate Scheingraber

Ampfing

Erstaunlich, wie hemmungslos Politiker ihren Willen beim Impfen durchsetzen wollen. Hilft die Impfung gegen hohe Inzidenzwerte? Ein Blick nach Israel, Großbritannien oder Gibraltar gibt eine klare Antwort. Hilft die Impfung gegen schwere Verläufe und vermehrte Todesfälle? Offensichtlich ja – also ist es sinnvoll, den Risikogruppen die Impfung zu ermöglichen. Der Rest soll freiwillig entscheiden – ohne Vor- oder Nachteile für den Einzelnen. Wer sich aus welchen Gründen auch immer gegen eine Impfung mit einem Impfstoff ohne Langzeitstudien und mit einer Notfall-Zulassung entscheidet, tut dies in Eigenverantwortung, und das ist zu respektieren. Eine Impfung ist immer Selbstschutz und nie Schutz für andere – auch wenn die Politik und Medien dies gebetsmühlenartig vorbeten. Dass das Gesundheitssystem nicht zusammenbrechen darf, ist sicher Konsens. Davon sind und waren wir weit entfernt. Damit entfällt aber auch die Rechtfertigung der Maßnahmen. Nun wird die Separierung zwischen Geimpften und Ungeimpften propagiert. Ich möchte den Shitstorm sehen, der sich ergießen würde, wenn ein Hotelier einem nicht weißhäutigen Bürger oder Behinderten die Unterbringung aufgrund dieser Eigenschaften versagen würde. Für Ungeimpfte ist das aber in Ordnung? Ach ja, die Testpflicht. Geimpfte sind davon ausgenommen, da sie ja statistisch weniger Personen anstecken sollen wie eine ungeimpfte Person. Fakt ist aber, sie tun es – siehe Gibraltar. Das ist aber der Politik egal. Hauptsache, man bekommt die Impfung durchgesetzt. Mit Gesundheitsschutz hat das schon lange nichts mehr zu tun!

Raimund Mann

Bad Aibling

Wenn es nach dem Wiener FPÖ-Obmann Dominik Nepp geht, sind nicht ungeimpfte Personen die Treiber der aktuell erneut steigenden Infektionszahlen, sondern es sind jene, die sich immunisieren lassen. „Geimpfte sind die neuen Gefährder“, sagte er in einem Interview. Dieser Meinung schließe ich mich vollkommen an, denn Geimpfte dürfen ohne Test überall rein, sind aber weiterhin ansteckend, wenn sie das Virus tragen, was ja durchaus möglich ist. Sie sind also die Gefahr für jeden, ob geimpft (die Impfung ist ja nicht immunisierend) oder den, der sich bewusst gegen eine Impfung entschieden hat. Aber Ungeimpfte werden als Verbreiter gesehen, weil sie ja getestet werden müssen. Warum keine Tests für Geimpfte? Es darf keine Nachteile für Ungeimpfte geben! Aber was noch wichtiger ist: Hände und Spritzen weg von den Kindern!

Maria Kiefer

Schwindegg

Nun, seit Anfang 2020 ist das Thema Covid ja in aller Munde. Auch diese Sache mit der Impfung, der Herdenimmunität und den Genesenen. Wenn man das Thema verfolgt hat, wurde ja seitens der Politik immer darauf hingewiesen, man solle sich impfen lassen. Zugleich werde versprochen, man möchte aber definitiv keine Zweiklassengesellschaft, keine Nachteile usw. Also muss ich mich nicht impfen lassen sondern ich kann, wenn ich möchte, und vor allem, wenn es meine Gesundheit zulässt. Dass jetzt ein Hotel hier dieses Thema so weit treibt und sagt „Du bist geimpft, du darfst in mein Hotel, und du bist nicht geimpft, du darfst nicht in mein Hotel“ ist schon eine Spaltung und Diskriminierung der Bevölkerung – somit eine Zwei klassengesellschaft! Folgendes Beispiel: Ein frisch vermähltes Ehepaar möchte Flitterwochen in diesem Hotel machen. Er ist geimpft, sie schwanger, nicht geimpft (Quelle: RKi – Die Stiko empfiehlt die generelle Impfung in der Schwangerschaft derzeit nicht.). Er möchte unbedingt in das Hotel und sie auch – tja, somit wird es wohl schwierig für das Paar, außer der frischgebackene Ehemann möchte die Flitterwochen alleine verbringen. Und dann noch zu sagen (Zitat Hr. Wolf): „Es müssen mehr Informationen aus der Wissenschaft und Politik kommen, was die Kennzeichnung dieser Personen angeht“... Hoppala, da ist ja gar kein Datenschutz mehr da, ach ja, wurde der sowieso nicht aufgehoben oder gelockert? Und wie bitte stellen Sie sich diese Kennzeichnung vor? Vielleicht ein Stempel im Personalausweis – oder eine kleine Tätowierung am Arm? Man könnte sich mal den Film „In Time – Deine Zeit läuft ab“ ansehen, ein Science-Fiction-Thriller aus dem Jahre 2011. Da kann ich nur sagen, herzlich willkommen in der Realität.

André Pichler

Brannenburg

Es ist unglaublich, was zurzeit in der Politik passiert – oder nicht passiert. Es war doch absehbar, was geschehen würde, wenn in diesem Jahr die Reisewelle anlaufen wird. Wie das Robert-Koch-Institut bereits verkündet hat, sind wir zweifelsfrei in der vierten Welle angekommen. Und was macht die Bundesregierung? Sie diskutiert endlos über die nun dringend notwendigen Maßnahmen. Man muss ja schließlich Rücksicht auf potenzielle Wähler nehmen, oder? Das Gleiche tut auch unser „lieber“ Hubert Aiwanger. Er versucht, Wählerstimmen einzufangen mit unqualifizierten Äußerungen. Herr Aiwanger, sind Sie sich eigentlich bewusst, dass Sie damit über Leichen gehen! Ja, Ihre Vorgehensweise wird eindeutig Leben kosten. Es gibt wenige Nebenwirkungen bei den Impfungen, welche von Person zu Person aufgebauscht werden. Auf der anderen Seite gibt es viele Tote durch Corona und sehr viele dauerhafte Beschwerden nach einer überstandenen Infek tion. Blenden Sie diese Tatsachen einfach aus? Der politische Erfolg ist Ihnen scheinbar wichtiger. Da kann ich nur sagen, Pfui, Herr Aiwanger. Auf solche Politiker können wir verzichten! Da es aufgrund der Bundestagswahl scheinbar unmöglich ist, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, ist es zu begrüßen, dass ein Hotelier in Garmisch den Beschluss gefasst hat, ab Oktober nur noch immunisierte Gäste aufzunehmen. Auch die Kulturveranstalter gehen in die gleiche Richtung. Es zeichnet sich ab, dass die gelähmte Politik durch Maßnahmen der Wirtschaft und des privaten Bereiches abgelöst wird. Da kann ich nur noch sagen: armes Deutschland!

Hans-Georg Althoff

Oberaudorf

Der „renitente“ bayerische Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger outet sich derzeit in einer Art und Weise, die einem „Impf-Agnostiker“ nahekommt. Ihm, Aiwanger, ist deshalb dringend zu raten, beim französischen Philosophen Montesquieu eine „Wissensanleihe“ zu tätigen, denn in dessen Hauptwerk „De l‘ esprit des Lois“ ist nachzulesen: „Freiheit ist, alles tun zu dürfen, was die Freiheit des anderen nicht einschränkt.“ Ob sich Aiwanger impfen lässt, ist ihm überlassen. Aber mit seiner öffentlich verlautbarten Ansicht, sich nicht (ob seiner Zweifel) impfen zu lassen, ignoriert er bewusst die Gefahr, andere mit dem Coronavirus anzustecken. Und das ist verantwortungslos und eines Ministers unwürdig, denn er schränkt die Freiheit des anderen – nämlich gesund zu bleiben – drastisch ein. Herr Aiwanger – fassen Sie sich am Portepee und treten Sie zurück!

Jürgen Engelhardt

Stephanskirchen

Herr Söder macht sich also Sorgen um Herrn Aiwanger. Ich mache mir eher Sorgen um Herrn Söders Untertanen, denn der Ton des bayerischen Landesvaters gegenüber erwachsenen mündigen Bürgern wird immer autoritärer. Wer sich impfen lässt, macht das, weil er glaubt, nun „frei“ und „geschützt“ zu sein – und ist weiterhin ansteckend für andere. Schon deswegen erübrigt sich das Schimpfen über „mangelnde Solidarität“ der Impf-Ablehner. Ein Leserbriefschreiber bezichtigt Herrn Aiwanger der Dummheit und verweist auf 100 000 Corona-Tote. Bekanntermaßen sind jedoch viele „mit“ Corona gestorben, und es gibt für Krankenhäuser finanzielle Anreize, die Statistikwerte der Corona-Fälle und Corona-Toten hochzuhalten. Täglich wird dramatisch verkündet, wie „hochansteckend“ die Delta-Variante sei und dass vorallem junge Menschen gefährdet seien. Jedoch höre ich nichts von Intensiv- oder gar Todesfällen unter den Jungen. Wäre dem so, so würde das riesig durch die Medien gehen. Auch frage ich mich, was an den Grünen eigentlich noch grün ist. Mit „grün“ hatte ich immer Bürgerrechte und Naturschutz assoziiert. Angesichts dessen, was zum Beispiel die Stiftung „Corona-Ausschuss“ von Reiner Füllmich offenlegt, ist es wirklich unfassbar, auf welcher Basis unsere Grundrechte von den etablierten Parteien nun offenbar dauerhaft außer Kraft gesetzt werden. Dies juckt die Verantwortlichen wenig, denn im Herbst trottet das Wahlvieh trotzdem brav zur Urne und konsolidiert deren Macht.

Brigitte Lichtenau

Rosenheim

Jedem halbwegs geschulten Marketingfachmann ist klar, dass Grafiken die beste Methode sind, einem Unbedarften etwas anschaulich zu machen. Warum wird auf dieses Mittel bei der Impfkampagne verzichtet? In der Zeitschrift „Der Spiegel“ waren vor Kurzem ein paar kleine, zum Nachdenken anregende Schaubilder, die darstellten, was passiert, wenn man sich impfen lässt und wenn man dies nicht tut. Ich vermisse ganzseitige Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, Werbespots im TV und auf digitalen Medien. Für die Bundestagswahl wird doch auch zu den besten Sendezeiten Parteienwerbung im TV gesendet. Ist das für die Regierung zu teuer? Scheitert es – wie überall auch – am Kompetenzgerangel? Anstatt zu handeln und Verantwortung zu zeigen, wird wieder nur endlos und insbesondere ergebnislos geredet. Ganz davon abgesehen, dass in den vergangenen Monaten derartig viel Unsinniges und Belangloses von politischer Seite verbreitet wurde, dass wohl die meisten Bürger gar nicht mehr hinhören.

Michael Schuldes

Feldkirchen-Westerham

Ist den Politikern eigentlich bewusst, wie sehr die Corona-Maßnahmen und die Impfpflicht durch die Hintertür dieses Land spalten und die Menschen mit normalem Verstand an Verschwörungstherorien glauben lassen? Ist es nicht bisher so gewesen, dass Menschen sich impfen lassen gegen Krankheiten, vor deren Folgen sie sich fürchten? Wurde uns nicht gesagt, dass sehr alte Menschen und Risikopatienten den Impfstoff unbedingt erhalten sollen, um das Gesundheitssystem nicht zu belasten? Und ist nicht genau diese Gruppe mittlerweile geimpft? Wer kennt Kinder ohne Vorerkrankungen zwischen zwölf und 17, die schwer an Corona erkrankt sind? Woher nimmt Herr Söder den Mut, für diese Altersgruppe die Impfung zu empfehlen? Ich bin Krankenschwester und habe mich impfen lassen; auch mein Mann ist geimpft. Unseren zwölfjährigen Sohn werden wir nicht impfen lassen. Genauso wird sich unsere ältere, gerade stillende Tochter nicht impfen lassen. Und so soll doch jeder entscheiden können in diesem eigentlich freien Land. Auch Herr Aiwanger, egal ob Politiker oder nicht, hat ein Recht darauf, gesundheitliche Bedenken zu haben. Es gibt kein gemütliches Beinandersein mehr im Freundeskreis. Es gibt die Geimpften und die Ungeimpften. Die einen befürchten immer mehr Einschränkungen, und die anderen hoffen auf die Belohnung „Freiheit“ durch die erhaltene Impfung. Mehr Spaltung geht kaum mehr. Es gibt Gott sei Dank genügend Impfstoff für alle. Wer will, soll sich impfen lassen. Und wer nicht will, hat seine Gründe dafür. Der Staat hat mit der Bereitstellung des Impfstoffs seine Pflicht getan. Und jetzt gebt den Bürgern ihre Rechte und Gleichberechtigung zurück!

Petra Unterseher

Riedering

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