Auch die Rechten schützen

- Zu Berichten über das Attentat auf den Polizeichef von Passau im politischen Teil und im Bayernteil: Der Messerüberfall auf den Polizeichef ist ein verabscheuungswürdiges Vergehen.

Dies ist nur eine Seite, die andere: Darf oder muss ein Polizist sich in dieser Weise gegen politisch anders denkende Menschen einsetzen, wie es Herr Mannichl tat? Darf man im Kampf gegen «rechts» Dinge tun, die gegen «links» verboten wären? Wieso wird eine Partei von der Polizei bekämpft, die erlaubt ist? Muss die Polizei nicht auch «rechte» Demonstrationen schützen?

Immerhin muss man feststellen, dass die NPD eine (noch?) zugelassene Partei ist. Für diese Partei gelten die gleichen Gesetze. Man mag es bedauern, aber es ist halt so. Außerdem, nicht jeder ist «rechts», der politisch in vielen Bereichen nicht so durchgeknallt ist wie so mancher Linke. So lange die einen straffrei Dinge tun können, so lange diese bestimmen können, wer «rechts» und somit praktisch schutzlos ist, so lang kann man dem Problem nicht Herr werden. Trotz oder gerade wegen solcher Menschen wie Herrn Mannichl. Demokratie ist nicht einfach, deshalb sollten sich vielleicht alle etwas mehr Mühe geben. Beifall, auch von der falschen Seite, kann man leicht bekommen.

Fast zur gleichen Zeit wie das Attentat auf den Polizeibeamten in Passau wurde ein anderer Beamter im Einsatz schwer verletzt. Für die Medien kaum ein Wort wert. Der Täter war halt nicht rechts, er war nicht einmal Deutscher. Von einem Verbot einer weiteren Migration hat man aber deshalb nichts gehört…

Bernhard Gapp

Halfing

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