Atommüll-Endlager: BGE hinter dem aktuellen wissenschaftlichen Stand

Zu „Mitreden darf jeder, Suche nach Atommüll-Endlager“ (Regionalteil):

Den geologischen Überlegungen zu Tongesteinen von Autor Michael Weiser und Daniel Trojuk (Büro Ohin) kann ich gut folgen. Aber: Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ignoriert verantwortungslos die tektonischen Aspekte der Geologie (Erdbebengefahr); dies ist eine vermutlich willentlich und bewusst praktizierte Ignoranz und somit eine verfassungs- und grundgesetz-inkompatible Desinformation der Bürger. Die Fehl-Gewichtung durch die BGE ist über die verantwortungslose Ignoranz der Gutachten zur hydrogeologischen beziehungsweise limnologischen Gefährdung des Atommüll-Zwischenlagers Asse erklärlich, aber in keinster Weise hinnehmbar. Sowohl Wissenschaftler, als auch Politiker müssen den Gutachter-Betrug und die menschenrechtswidrige Gutachtermisshandlung im Rahmen des Salzlager Asse-Komplexes aufarbeiten.

Dass dies nicht geschehen ist, zeigt die aktuelle Einschätzung der BGE zum Bereich Alpen (Simssee, Hochries, Rosenheimer See, Chiemsee).

In gewisser Hinsicht geht die BGE hinter den durch Alfred Wegener erreichten wissenschaftlichen Stand zurück: zurück zum Fixismus vor dem Jahr 1912. Ich denke wir können froh sein, dass eine Physikerin als Bundeskanzlerin, Angela Merkel, die Problematik der Atomkraft in Deutschland schon vor Jahren sehr klug bewertet hat. Könnte es sein, dass die BGE hier hinterherhinkt?

Dr. Stefan Geier

Stephanskirchen

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