Armstrong stets fair

Zum Kommentar "Tyrann, Betrüger und Idol" von Armin Gibis im Sportteil:

Jeder, der Ahnung vom Radsport hat, weiß, dass man die Tour de France nicht mit Bananen und Traubenzucker gewinnen kann. Seit es die "Tour" gibt (1903), hat jeder Fahrer "Aufbau- und Nahrungsergänzungsmittel" genommen - ohne sie wäre die dreiwöchige Schinderei nicht durchzustehen.

Herr Gibis nennt Lance Armstrong einen Tyrann. Seit 1999 verfolgen wir Armstrongs sieben Tour-Siege. Er hat sich stets fair gegenüber seinen Mitfahrern verhalten, bei Pannen oder Stürzen sogar auf Kollegen gewartet. Gegen Verleumdungen von Neidern musste er reagieren. Der mehrfache Tour-Etappengewinner Didi Thurau sagte über den Fall Armstrong: Wenn man diesen disqualifiziert, müsste man das Gleiche mit den 200 anderen Fahrern machen, die am Start standen.

"Doping" wird hauptsächlich in Deutschland von einigen Miesmachern dramatisiert. In Spanien waren viele Spitzensportler bei dem bekannten Sportarzt ("Dopingarzt") Dr. Fuentes, unter anderem auch Spieler der besten Vereinsmannschaft der Welt, dem FC Barcelona. In Spanien beschimpfte diese "Fuentes-Kunden" aber niemand als Betrüger.

Als 1953 der Bergsteiger Hermann Buhl als erster Mensch den 8125 Meter hohen Nanga-Parbat im Himalaja bezwang, nahm er beim Aufstieg das Aufputschmittel Pervetin. Keiner hat ihm damals den Gipfelsieg streitig gemacht oder ihn gar einen Betrüger genannt.

Siegfried und Lore Geiger

Kolbermoor

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