Arbeitsplätze nur Vorwand

Zum Bericht „Plastikverpackung soll EU-weit mit einer Steuer belegt werden“ (Politik):

Ich finde es gut, dass sich endlich EU-weit der Gedanke zur Plastikverpackungsreduzierung eingefunden hat. Die Erlöse einer Plastiksteuer sollen zur Stärkung der Haushalte der EU-Länder Verwendung finden, heißt es.

Leider sind wir Deutschen mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 220 Kilogramm Plastik pro Jahr an der Spitze. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Herr Joachim Lange, befürchtet, dass sich eine Plastiksteuer gerade in der Corona-Krise negativ auf die Arbeitsplätze auswirken könnte. Bei allem Verständnis für die Arbeitsplätze: Die Industrie hätte schon längst auf recyclingfähiges Material umstellen müssen. Aber so lange die Kunden das umweltschädliche Verpackungsprodukt verwenden, braucht man ja nichts ändern und kann auf Kosten der Umwelt unter dem Vorwand der Arbeitsplatzerhaltung weiter produzieren.

Wir alle, ob Industrie oder einfacher Bürger, stehen in der Verantwortung, den Planeten Erde zu erhalten und nicht aus Gewinnsucht und Machtgier zu zerstören. Dabei spielt es keine Rolle, was einer glaubt, ob Gott die Welt erschaffen hat, oder ob sie durch einen Urknall entstanden ist.

Auf jeden Fall finde ich es falsch, wenn man durch die Plastiksteuer die EU-Haushalte aufbessern will, und diese Steuer nicht zur Bekämpfung der laufend steigenden umweltschädigenden Erzeugnisse der Industrie einsetzt. Denn wir haben nur eine Erde, auf der wir leben und für deren Erhaltung alle verantwortlich sind. Es heißt doch in einem Gebet so schön: „Dass Du die Früchte der Erden geben und erhalten wollest.“ Wie die Atheisten dazu stehen, weiß ich nicht.

Josef Fenninger senior

Weibhausen

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