In Angst vor Hunden

Zum Bericht „Große Hunde an die Leine“ (Lokalteil):

Leider haben einige Hundehalter oft kein Verständnis für (kleinere) Kinder, die Angst haben vor Hunden. Kinder (auch manche Erwachsene), die sich fürchten, müssen nicht hinnehmen, von Hunden beschnüffelt oder gar angesprungen zu werden. Der gut gemeinte Klassiker: „Der tut nichts“, hilft keinem, der Angst hat. Ob der Hund gut erzogen ist, ist in dem Moment auch egal. Falls Frau Halfen nicht glaubt, dass es solche Fälle gibt, braucht sie keine Passanten zu zählen. Sie kann sich gerne mit Kindern unterhalten, denen genau das mehrmals auf den Wegen unterhalb der Eichkapelle passiert ist. Einige Hundehalter werden sogar ausfällig, wenn sie auf die Angst hingewiesen werden oder sie ignorieren diese Angst gänzlich. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, dass es diese Vorschrift gibt, die sich zudem nur auf größere Hunde bezieht. Es schafft ein Bewusstsein für die Problematik und kann als Druckmittel gegen rücksichtslose Hundehalter dienen. Zu argumentieren, dass sich die schlechten Hundeerzieher eh nicht an die Leinenpflicht halten würden, ist absurd. Genauso könnte man gegen jegliche Vorschrift argumentieren. Wo bitte ist ein Recht auf freien Auslauf für Hunde innerhalb des Stadtgebiets festgeschrieben? Kinder (und auch Erwachsene) haben dagegen das Recht, sich in den Parkanlagen frei bewegen zu dürfen, ohne Angst haben zu müssen, ungewollt mit einem Hund Bekanntschaft machen zu müssen, der „nur spielen will“.

Mirjana Saller

Mühldorf

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