Die Angst vor einem Fass ohne Boden

Gewerkschaften des privaten und öffentlichen Sektors demonstrieren in Athen gegen das geplante Sparpaket in Höhe von 13,5 Milliarden Euro. Foto dpa
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Gewerkschaften des privaten und öffentlichen Sektors demonstrieren in Athen gegen das geplante Sparpaket in Höhe von 13,5 Milliarden Euro. Foto dpa

Zu "Ist Griechenland noch zu retten?" und weiteren Berichten und Kommentaren über die Griechenland-Krise im Politikteil:

Durch die Unterzeichnung des ESM-Vertrages wurde den Politikern wieder ein Zeitfenster erschaffen, in dem sie die Euro-Krise endlich in den Griff bekommen können - und vor allem, dass sie mal der Wahrheit ins Auge schauen. Denn eine Währungs-Union wie sie jetzt besteht, kann und wird auf Dauer nicht funktionieren. Ich kann eine Währungs-Union nur mit Staaten aufbauen, in denen eine vergleichbare Wirtschaftskraft sowie Wettbewerbsfähigkeit besteht. Nur soll kann ich eine Basis für eine stabile Vereinigung erzielen. Erst dann kann man über einen Beitritt anderer Länder nachdenken, aber auch nur unter Auflagen und vorerst zeitlich begrenzt. So kann ich diese Währungs-Union niemals in eine derartige, fast schon ausweglose, Situation versetzen, in der sie sich mittlerweile befindet. Mit der Zeit, die die Politiker durch diesen Vertrag erhalten haben, müssen sie jetzt zur Tat schreiten und die Europäische Union von Grund auf erneuern und auch einige Rückschritte wagen, wie etwa den Ausschluss einiger Länder. Dies ist ohne Frage mit enormen Kosten verbunden, aber niemals mit denen, die auf uns zukommen, wenn wir diesen Kurs beibehalten. Eine Rückkehr zur D-Mark würde nichts bringen, denn Deutschland hat durch die Währungs-Union auch an Wirtschaftskraft gewonnen und es wurden viele Arbeitsplätze geschaffen. Deutschland braucht diese Währungs-Union genauso, wie die Währungs-Union Deutschland braucht. Jetzt müssen die Verantwortlichen endlich Mut zeigen und den richtigen Kurs einschlagen.

Markus Tamme

Rott

Das Verhalten der Griechen zeigt doch, dass sie weiterhin das Goldene Kalb geliefert haben wollen. Von Einsicht ist nicht die geringste Spur. Sparen ist dort nur eine Floskel. Wenn man genau nachforscht, weiß man, dass nach wie vor Geld zum Fenster hinausgeworfen wird. Mit ihrem Verhalten beleidigen die Griechen den deutschen Steuerzahler, der durch die finanziellen Hilfen an Griechenland selbst schauen muss, wie er über die Runden kommt. Griechenland ist nur durch Betrug in die EU gekommen, hat sich seitdem nicht geändert und wird auch nie für die EU geeignet sein.

Nikolaus Maier

Halfing

Für die Schulden der Griechen hätte ich einen "Zahlungsvorschlag": In den Kranken- und Rentenkassen sind Milliarden von Euro "gebunkert". Wenn unsere Regierungs-Angela mal kurz einen Griff in die Vollen macht und die ergatterte Kohle bei ihrem nächsten Trip nach Athen mitnimmt, wäre doch allen geholfen, vor allem den Griechen. Um die Rentner braucht sich doch niemand zu kümmern, hat Blüm doch vor Zeiten gesagt, dass die Renten sicher sind - vor allem die seine, aber das hat er verschwiegen.

Wilhelm Gaßner

Rosenheim

Warum soll Deutschland für die Schulden anderer Länder büßen? Hat unsere Kanzlerin einen Gedächtnisschwund?

Gerda Krist

Wasserburg

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