In Ampfing: Geothermie die bessere Lösung

Zum Artikel „Suche nach Erdöl in Ampfing: Testförderung beginnt“ (Lokalteil):

Die RDG GmbH & Co. KG hatte zu einer Informa tionsveranstaltung zum aktuellen Stand der geplanten Erdölförderung in Ampfing, Landkreis Mühldorf, eingeladen. Herr Burgschweiger und sein Team gaben Auskunft über die anstehende Testförderung in dem 1950 Meter tiefen Bohrloch am Bohrplatz Schicking. Die Projektverantwortlichen gingen ruhig und sachlich auf die Fragen der Bürger ein und erläuterten die nächsten Schritte dieses Projekts. Diese Transparenz des Betreibers würde man sich auch von vielen anderen Projekten wünschen. Auch wenn bereits andere Termine dieser Art stattgefunden haben, wundere ich mich über die geringe Teilnahme von Bürgern aus Ampfing und den benachbarten Gemeinden. Auch und gerade wegen der drohenden Klimaerwärmung und der Bewegung Fridays for Future. Jeder Liter verbrannten Öls erhitzt die Atmosphäre! Vielleicht wäre das Interesse größer, wenn man sich die Auswirkungen auf die Natur und im Speziellen auf unser Wasser nochmal ins Bewusstsein riefe. Der Bohrplatz Schicking ist gerade mal 750 Meter vom Wasserschutzgebiet Ampfing entfernt. Die RDG versichert zwar, dass die Sicherheit für Mensch und Natur an erster Stelle steht und es natürlich auch unabhängige Kontrollen seitens des Bergamts gibt. Trotzdem erscheint mir das Projekt als überaus riskant und zweifelhaft. Interessanter erscheint mir eine Möglichkeit, die der Projektleiter Herr Burgschweiger aufzeigte: Durch eine gerade mal 150 Meter tiefere Bohrung ergäbe sich die Möglichkeit der Nutzung von Geothermie – ökologisch die für mich bessere Lösung.

Bernhard Suttner

Mühldorf

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