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Alm-Idylle in Gefahr

Almwiesen sind Lebensraum für gefährdete Pflanzen wie den Gelben Enzian.
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Almwiesen sind Lebensraum für gefährdete Pflanzen wie den Gelben Enzian.

Zum Bericht „Die bayerischen Alpen wachsen zu“ (Bayernteil):

Wenn Professoren und Wissenschaftler in dem Bericht meinen, dass wegen des Klimawandels unsere Berge zuwachsen, sollten Almbauern die Sicht aus der Praxis zeigen: Wir bewirtschaften eine Alm, die es schon seit vielen Generationen gibt. Die Weidefläche dort oben ist nicht von selbst entstanden, sondern durch (Brand-)Rodung. Erst dann konnte sich dieses Kulturland mit den typischen Gräsern und Pflanzen entwickeln. Sie hätten im schattigen Wald nicht wachsen können. Der wunderbare Ausblick auf der Alm ist praktisch ein schöner Nebeneffekt der mühevollen Arbeit unserer Vorfahren. Schon seit Jahrhunderten war und ist es die Arbeit des Almbauern und der Sennerin, die durch Anflug gewachsenen kleinen Bäumchen von der Lichtweide zu entfernen, sonst würde wieder alles verwildern und schließlich zuwachsen. Das ist kein neues Phänomen des Klimawandels.

Was uns dagegen große Sorgen macht, ist die Tatsache, dass der Wolf durch unsere Gegend streift. Wenn dieses Tier unsere Almen unsicher macht, werden wir uns sehr wohl überlegen, ob wir unsere Tiere dieser Gefahr aussetzen werden. Zäune und Schutzhunde sind bei uns unmöglich. Wenn wir das Almvieh nicht mehr auf die Almen treiben, wird auch nicht mehr abgegrast. Die Weideflächen verunkrauten und verbuschen dann schnell. Und ohne Vieh macht es auch keinen Sinn, eine Sennerin anzustellen, die die Weide pflegt. Es würde nicht lange dauern, bis alles zuwächst. Dann ist es vorbei mit der Alm-Idylle.

Christine Kuchler

Brannenburg

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