Alles war einst in unserer Hand

Zum Bericht „Auch Konsumenten wollen Gewissheit“ (Wirtschaft):

Euphemismus ist eine Kunst, die immer perfekter von Politik, Medien und Wirtschaft beherrscht wird. In diesem Artikel ist es die Aufgabe, wie bringe ich weitreichende Dinge unters Volk, ohne dass es überhaupt bemerkt wird. Nun, man wählt zum Beispiel das Mittel des Interviews. Man nehme einen honorigen und unverdächtigen SPD- Karrieristen wie DIW-Präsident Fratzscher und stelle ihm unverfängliche Fragen und begnüge sich mit durchaus positiv erscheinenden Antworten. Wir – gemeint sind die Deutschen – sollen nun ein Lieferkettengesetz erlassen um sicherzustellen, dass die günstigen ausländischen Produkte nach unseren strengen Regeln auch so im Ausland hergestellt werden.

Man darf daran erinnern, dass das alles ja in unserer Hand war. Das Wissen, die Technik, die hohe Ausbildungsqualität der Arbeiter. Dann wurde das deutsche Tafelsilber verscheuert und nun wollen wir die Welt belehren. Na das wird wohl nix. Zu dem großen Ausverkauf gehört auch der professionelle Journalismus. Es bleiben nur noch seichte, politisch korrekte, also vorgegebene Lohnschreiberei und getürkte Talkshows. Man lese zum Beispiel zu dem Thema Lieferkettengesetz die Neue Züricher Zeitung. Da kann man lesen, was wirklich Sache ist.

Georg Igl

Gars

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