Ärger über ignorante „Gesundheitsexperten“

Zum Bericht „Ärger über Ärztekurzarbeit“ (Bayernteil):

Als niedergelassener Orthopäde und Unfallchirurg versuche ich derzeit, die ambulante ärztliche Versorgung sicherzustellen. Wir, vier Ärzte und Arzthelferinnen, haben zwei unabhängig arbeitende Teams gebildet, sodass auch bei erkrankungsbedingten Ausfällen der Betrieb so lange wie möglich aufrechterhalten werden kann. Unseren Patienten ohne akute dringende Behandlungsbedürftigkeit haben wir den Termin verschoben. Dadurch entstehen uns Einnahmeverluste, die wir aktuell nicht beziffern können. Von einer „Gesundheitsexpertin“ hätte ich erwartet, dass ihr bewusst ist, dass neben der Corona-Infektion auch weiterhin akute Erkrankungen anfallen und von niedergelassenen Fachärzten ambulant behandelt werden, wodurch Klinikambulanzen entlastet werden. Eine Partei mit derartig qualifizierten Experten muss sich über ihren Niedergang nicht wundern.

Michael Schiller

Rosenheim

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