Abzug ohne Schaden

Zum Bericht „USA: Trump verkündet Truppenabzug“ (Politikteil):

Natürlich bin auch ich der Überzeugung, dass der von US-Präsident Donald Trump angedrohte US-Truppenabzug aus Deutschland in erster Linie dem Ansehen der Weltmacht USA schadet und von Russland und China mit einer gewissen Häme beobachtet wird. Dass der wirtschaftliche Nachteil dieser möglichen Maßnahme für Deutschland in den Medien so stark hervorgehoben wird, ist für mich allerdings unverständlich.

Nach Beendigung des Kalten Krieges wurden in den Jahren 1990 bis 2000 insgesamt 158 400 US-Soldaten aus Deutschland abgezogen. Dies war sicherlich für viele kommunale Bereiche (wie in unserer Region für Bad Aibling) ein wirtschaftlicher Schaden, aber für Deutschlands Gesamtwirtschaft war dies letztendlich verkraftbar. Was sollte also der Abzug dieser wenigen 9500 Soldaten für einen wirtschaftlichen Schaden für die Bundesrepublik ausrichten?

Ich denke, Deutschland und Europa sollten sich jetzt endlich von diesem erpresserischen Vorgehen eines nur auf seine innenpolitischen Vorteile bezogenen amerikanischen Präsidenten loslösen und den Glauben an eine deeskalierende Kommunikation mit ihm endgültig aufgeben.

Deutschland sollte ihm offiziell anbieten, auch die restlichen 25 000 Soldaten unverzüglich abzuziehen. Es wäre interessant, zu erfahren, was dann seine militärischen Berater diskutieren würden.

Johann Pelzl

Rosenheim

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