Abschluss der Debatte um Gelöbnis und Eid

Zur Leserbrief-Debatte um das Bundeswehr-Gelöbnis:

Vielleicht wird es mir gestattet, noch ein paar kurze Worte an die Beantworter meines Leserbriefes zu richten: Ich weiß nicht, welchen Leserbrief die Herrschaften gelesen haben, meiner kann es nicht gewesen sein oder sie haben gar nichts verstanden. Ich habe sowohl die öffentlichen Gelöbnisse als auch den Eid angesprochen und auch, dass ich darauf nicht hinaus will. Die Soldatinnen und Soldaten sollen ja ihren Eid oder Gelöbnis ableisten, es geht nur um die Eidesformel, also den Text „tapfer zu verteidigen“. Die Herrschaften haben das nicht verstanden, sie ergehen sich in Haarspaltereien um „Eid“ und „Gelöbnis“. Wo ist der Unterschied? Es gibt keinen! Lediglich wer aus Glaubensgründen nicht „Ich schwöre“ sagen will, kann „Ich gelobe“ sagen. Nur das unterscheidet den Eid vom Gelöbnis. Man kann eben Tapferkeit weder schwören noch geloben, selbst wenn man es in goldenen Lettern auf Pergament schreibt. Das ist des Pudels Kern! Wenn die Herren eine so hohe Meinung von sich selbst haben, dass sie meinen, ihre Tapferkeit beschwören zu können, genießen sie meinen vollen Respekt! Es gäbe noch einiges zu sagen, aber ich möchte das Thema abschließen, um die Geduld meiner Zeitung nicht überzustrapazieren.

Toni Huber

Mühldorf

Kommentare