A94: Markus Söder biedert sich an

Zur geplanten Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A94 (Lokalteil):

Offensichtlich hat auch das OVB die journalistische Neutralität aufgegeben. Vier „zufällig Ausgewählte“ zur Geschwindigkeitsbegrenzung befragt und alle vier dafür? Wer das glaubt, wird selig. Die eigentliche Frage aber ist: Wieso kümmert sich Ministerpräsident Söder dermaßen engagiert und kurzfristig um eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf einem Autobahnteilstück? Dafür gibt es nur einen Grund: Anbiederung an die Grünen. Inzwischen redet er genau wie Manfred Weber permanent von schwarz-grün nach der nächsten Wahl. Da macht es sich gut, wenn man nach dem Kotau beim Volksbegehren erneut etwas für das gute Verhältnis tut. Einfach so ein 130- km/h-Limit einzuführen wäre ihm aber bei der CSU- Wählerschaft noch zu riskant gewesen. Also es zunächst mit 120 km/h wegen des Lärmschutzes probieren. So bereitet man das Terrain vor und dann geht es ganz schnell. Nicht gerade ausgewogen ist es auch, wenn das OVB nur die beeinträchtigte Nachtruhe einiger Anwohner thematisiert. Die Autobahn ist wegen der Blockierer mindestens 25 Jahre zu spät fertig geworden. Die eingesparte Fahrzeit inklusive Abschnitt Pastetten-Forstinning beträgt täglich mindestens 45 Minuten, in 25 Jahren also mindestens 4200 Stunden. Die Pendler, die täglich nach München fahren, um Geld für ihre Familien zu verdienen und Steuern zu zahlen, haben also wegen der Blockierer mehr als 520 Tage Arbeitszeit oder Freizeit verloren. Aber darüber schreibt das OVB nichts, weil es nicht dem Mainstream entspricht und die gut versorgten Wähler aus den politisch grünen In-Stadtvierteln das nicht wissen wollen. Wen interessieren da schon diejenigen, die die deutsche Wirtschaft (noch) am Laufen halten?

Franz Schmidt

Schwindegg

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