Zukunftsprobleme der Rente Ein Lösungsweg ist nicht in Sicht

Zukunftsprobleme der Rente. Ein Lösungsweg ist nicht in Sicht .

SEBASTIAN HORSCH

Die OECD stellt der deutschen Rentenpolitik kein gutes Zeugnis aus. Ihre Kritikpunkte sind zwar allesamt nicht neu, doch sie zeigen die Probleme in geballter Form auf. Und ein deutscher Lösungsweg scheint in weiter Ferne.

Dass die schnelle Bevölkerungsalterung die finanzielle Tragfähigkeit des Systems bedroht, sollte mittlerweile jeder mitbekommen haben. In der Folge steigen die Ausgaben immer weiter, während das Rentenniveau aber trotzdem sinkt. Die Gefahr der Altersarmut wird dadurch in den kommenden Jahrzehnten deutlich höher sein als heute – besonders für alleinerziehende Frauen, schlecht abgesicherte Selbstständige und prekär Beschäftigte. Die OECD-Studie benennt auch klar, dass Maßnahmen wie die jüngst beschlossene Grundrente gerade denen nicht helfen können, die mit am stärksten durch Altersarmut gefährdet sind: nämlich Geringverdienern mit größeren Lücken im Berufsleben.

Was also tun? Das soll die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission im Frühjahr 2020 verkünden. Doch ein Blick auf die Besetzung zeigt, dass man sich davon nicht zu viel erwarten sollte. Denn neben namhaften Wissenschaftlern müssen am Ende auch die Gewerkschaften hinter dem Ergebnis stehen, genauso wie die Arbeitgeber, die SPD und natürlich auch die Union. Wirklich wegweisende Konzepte entstehen anders.

Sebastian.Horsch@ovb.net

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