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MEINUNG

Lehren aus dem Fall Sauter: Zu viele Augen zugedrückt

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  • Christian Deutschländer
    vonChristian Deutschländer
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Auf Zeitbomben sitzt man nicht gemütlich. Das hat die CSU leider erst mit der Detonation gelernt. Seit Jahren war offensichtlich, dass das Geschäftsmodell des Top-Anwalts und Strippenzieher-Abgeordneten Alfred Sauter in einem moralischen Graubereich abläuft.

Politische Kontakte und dicke wirtschaftliche Aufträge flossen ineinander. Es hat die Parteispitze nicht gekümmert, nie. Sie hat Sauters Tüchtigkeit und Wissen stattdessen noch zum Spendensammeln und für eigene Projekte genutzt.

Entsprechend hohl klingt nun die Entrüstung, wo die Staatsanwaltschaft sich massiv eingeschaltet hat. Ob die juristischen Vorwürfe gegen Sauter im Einzelfall des Maskendeals Substanz haben, ist Stand jetzt völlig offen. Längst hätte seine Partei aber mit genaueren Regeln vorbeugen müssen: totale Transparenz bei Nebenjobs, gerade wenn es in die Hunderttausende geht, strenge Vorgaben für Anwaltskanzleien bei Geschäften für oder gegen den Staat, Abführungspflichten, Verbot der vermaledeiten Firmen-Geflechte. Und für alle verbleibenden Lücken ein echter, sanktionierter Moralkodex.

All das packt die CSU jetzt an, sie tut es in der akuten Not im ehrlichen Bemühen, Löcher zu stopfen und Vertrauen zurückzugewinnen – aber eben zu spät. Weder Söder noch Seehofer, erst recht nicht Stoiber waren persönlich Amigos. Aber sie waren nicht aufmerksam genug. Der Schaden durch die Masken-Affären für die Politik, für die CSU und für die Söder-Ambitionen im Besonderen lässt sich nicht mehr verhindern, höchstens noch begrenzen.

Christian.Deutschlaender@ovb.net

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