Wirtschaftsweiser fordert Abschaffung Finger weg von der Pendlerpauschale!

Wirtschaftsweiser fordert Abschaffung. Finger weg von der Pendlerpauschale!

GEORG ANASTASIADIS

Die Pendlerpauschale „belohnt Menschen dafür, dass sie mitunter sehr weit entfernt von ihrem Arbeitsplatz leben“. Sie sei klimapolitisch „das falsche Signal“ und gehöre abgeschafft, findet der Chef der sogenannten Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt. Wer aus dem Elfenbeinturm des (vermutlich gut situierten) Wirtschaftsprofessors den Blick herab über das Leben der anderen schweifen lässt, kann tatsächlich zu solch einem Urteil gelangen. Doch für die Menschen, die sich täglich früh morgens auf den Weg in die Arbeit machen, ist es ein Schlag ins Gesicht: Sie verbringen ja nicht aus Spaß an der Freud Stunden im Auto, im Zug oder im Bus. Sondern weil ihnen oft das Geld fehlt, um mit ihrer Familie in der teuren Stadt zu leben.

Man möchte sich die Situation in einer Stadt wie München lieber nicht vorstellen, wenn der Gesetzgeber all die Leute, die mit guten Gründen aufs Land gezogen sind, wieder zurückzwingen würde in die überhitzte Metropole. Ihnen die Pendlerpauschale zu streichen, wäre auch steuerpolitisch eine große Ungerechtigkeit: Fahrtkosten, an denen der Staat über diverse Steuern kräftig mitkassiert, sind Kosten der Einkommenserzielung. Sie mindern die finanzielle Leistungsfähigkeit der Betroffenen und sind daher zu Recht steuerlich abzugsfähig. All das übersieht die Forderung nach Streichung der Pauschale. Warum? Weil auch bei ihrer Geburt der neue Klima-Absolutismus Pate stand. Die neue Staatsreligion duldet neben sich keine anderen Götter. Und auch kein gutes Argument.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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