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„82 Millionen Corona-Experten“ - doch wir wissen zu wenig

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Ludwig Simeth
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Die Corona-Krise zehrt an unseren Nerven. Ist das Virus trotz der beängstigend steigenden Inzidenzzahlen doch ungefährlicher als befürchtet?

In Rosenheim betont selbst die Stadt-Spitze, dass im „Hotspot“ null Patienten intensivmedizinisch oder invasiv beatmet werden (Stand vom Mittwoch). Oder kommt das dicke Ende erst noch? Genau wissen das weder Politiker und „Staats-Virologen“ noch ihre „querdenkenden“ Kollegen und Netz-Aktivisten: kein Söder, kein Spahn, Wieler, Drosten, Wodarg, Bakhdi oder Ballweg. Auch die anderen 82 Millionen Deutschen nicht, die jetzt keine 82 Millionen Bundes-Jogis mehr sind, sondern 82 Millionen Corona-Experten. Erzeugen Massentestungen von „Gesunden“ nur Hysterie und Angst?

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Politik ist nur ein Spielball

Treffen die Verbote mit Künstlern, Veranstaltern und Wirten wieder die Falschen? Ist es nicht absurd, wenn Maxi und Resi in der Grundschule stundenlang mit Maske nebeneinandersitzen sollen? Sind multinationale Konzern-Giganten, die Milchbauern und Einzelhändler zum Aufhören zwingen, auch auf dem Gebiet der Pharmazie so mächtig, dass Politiker nur ihr Spielball sind? Wer das fragt, ist kein Verschwörungstheoretiker.

Der kritische Blick sollte jedoch nüchterne Weitsicht nicht verdrängen. „Corona-Diktaturen“ gibt es, aber nicht hier. Und: Neonazis und Extremisten haben auf Corona-Demos nichts zu suchen. Und, weil der Vergleich gern bemüht wird: Gegen Influenza kann man sich impfen lassen, gegen Corona nicht. Und auch „die da oben“ wissen, was schon die alten Römer wussten: Brot und Spiele. Sie sägen sicher nicht grundlos auf dem Ast, auf dem sie selber sitzen.

ludwig.simeth@ovb.net

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