Meinung

Reformbewegung in der katholischen Kirche: Wie gut, dass es „Maria 2.0“ gibt

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Sie wollen es nicht hinnehmen, dass so viele Menschen der katholischen Kirche den Rücken kehren und gerade die junge Generation mit der Institution nichts mehr anfangen kann. Kirchlich (noch) engagierte Frauen haben sich nun auch in München der Initiative „Maria 2.0“ angeschlossen, die sich seit zwei Jahren in Deutschland verbreitet.

Sie wollen Veränderungen in der Kirche – strukturelle und atmosphärische. Es wäre völlig verfehlt, sie als feministische Revoluzzer abzutun, die nach Selbstverwirklichung suchen. Es sind Frauen und Männer, auch gestandene Ordensleute, die unter dem desolaten Zustand der Institution leiden. Einer Kirche, die es auch nach über zehn Jahren nicht schafft, die Aufarbeitung von Missbrauchsverbrechen und Vertuschung glaubwürdig voranzutreiben.

Weil sich nach wie vor Bischöfe weigern, zu ihrer Verantwortung zu stehen und Konsequenzen aus ihrem Versagen zu ziehen. Weil es immer noch Bischöfe gibt, die sich an klerikale Männerbündelei und ihre vermeintliche Unantastbarkeit klammern.

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Die katholische Kirche kann die Frauenfrage nicht aussitzen. Es gibt keine überzeugende theologische Begründung dafür, Frauen von Weiheämtern auszuschließen. Wie gut, dass es „Maria 2.0“ gibt. Wirklich trostlos wäre es, wenn auch diese engagierten Streiter(innen) die Kirche verlassen würden!

Claudia.Moellers@ovb.net

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