Weniger Smartphone, mehr Familienzeit

Internet-Sucht. BARBARA NAZAREWSKA.

Eine aktuelle Umfrage der Krankenkasse KKH belegt: Die Hälfte der Eltern fürchtet, ihr Kind könne süchtig werden nach digitalen Geräten – mit verheerenden gesundheitlichen und psychischen Folgen. Zu Recht! Denn Tatsache ist: Kinder und Jugendliche nutzen ihr Smartphone meist nicht zum Lernen oder gar, um ihre Kreativität zu steigern. Sondern zum Daddeln. Und das wiederum macht vor allem: träge und stumpf.

Die Lösung ist natürlich nicht, Kindern und Jugendlichen das Smartphone wegzunehmen. Sondern sie vielmehr auf die Risiken, die das Internet bereithält, vorzubereiten. Das ist nichts anderes als Verkehrserziehung und Süßigkeiten-Reglementierung. Und doch fällt genau das den meisten Eltern schwerer als richtiges Verhalten am Zebrastreifen oder vor der Naschtheke. Woran das liegt? An uns selbst!

Die meisten haben das Gefühl, sie müssten ihre Kinder dauerbespaßen – damit keine Langeweile aufkommt. Sie selbst halten es ja auch oft schlecht aus, einfach mal nichts zu tun. Und vor allem: dabei nicht gleich zum Smartphone zu greifen, um sich berieseln zu lassen. Man muss kein Pädagoge sein, um zu sehen, dass unsere Kinder letztlich nur das nachmachen, was wir ihnen vorleben. Kurzum: Weniger Smartphone, mehr echte Familienzeit – das wäre ein erster guter Schritt!

Barbara.Nazarewska@ovb.net

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