Vorwahlen in den USA Trumps Gegner heißt Corona MIKE SCHIER

Vorwahlen in den USA. Trumps Gegner heißt Corona.

MIKE SCHIER

Endlich ist in den zähen Vorwahlkampf der Demokraten wenigstens ein wenig Bewegung gekommen. Joe Biden (77), der fast schon weg vom Fenster war, und Bernie Sanders (78) dürften die Frage, wer Donald Trump (73) herausfordern darf, nun unter sich ausmachen. Die Hoffnung auf ein jüngeres, unverbrauchtes Gesicht oder einen Quereinsteiger sind Geschichte. Milliardär Michael Bloomberg hatte versucht, sich die Kandidatur mit absurden Werbeausgaben quasi zu kaufen – aber das funktioniert nicht mal in den Vereinigten Staaten. Immerhin.

Nun bleiben jene übrig, die viele von Anfang an auf der Rechnung hatten. Protagonisten einer Partei, deren Spaltung immer offener zutage tritt. Hier der Repräsentant des Establishments, der Obama als Vize diente, dort der selbsterklärte Sozialist, der aus unerklärlichen Gründen die Parteijugend hinter sich versammelt, weite Teile der US-Bevölkerung aber abschreckt. Um sich auszumalen, Biden oder Sanders könnten das jeweils andere Lager hinter sich vereinen, braucht man schon sehr viel Fantasie.

Mehr Sorge als sein potenzieller Herausforderer dürfte Trump das Coronavirus bereiten. Die US-Bürger sind mit ihrer Altersvorsorge ganz wesentlich vom Aktienmarkt abhängig. Bringt das Virus die Wirtschaft ins Straucheln, könnte es für den Amtsinhaber ungemütlich werden.

Mike.Schier@ovb.net

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