Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


MEINUNG

Freie Wähler in den Bundestag? Verlangen nach neuen Gesichtern

-
+
-
  • Mike Schier
    VonMike Schier
    schließen

Die Freien Wähler ziehen in den Mainzer Landtag. Ist ein Einzug auch in den Bundestag möglich?

Aus norddeutscher Sicht sind die Bayern ein seltsames Völkchen – und wenn es jenseits dieser nervigen CSU jemanden gab, der das politisch symbolisierte, dann war das Hubert Aiwanger, über dessen niederbayerisches Idiom sich ja schon im Landtag viele lustig machen.

Der Wirtschaftsminister schien nach Straubing aufs Gäubodenfest zu passen, aber schon in der Münchner Start-up-Szene war Schluss. Jetzt – Corona macht’s möglich – ziehen die Freien Wähler in den Mainzer Landtag ein und die „Neue Zürcher Zeitung“ führt plötzlich Interviews. Spricht Aiwanger bald als Fraktionschef im Bundestag?

Weitere Kommentare zu politischen und gesellschaftlichen Themen finden Sie hier.

Gemach! Der Trumpf der Freien Wähler ist ihre kommunale Verwurzelung. Auf Landesebene mag da eine gemeinsame Mission möglich sein, bundesweit scheinen die regionalen Befindlichkeiten doch sehr unterschiedlich. Der kleine Hype um die bayerische Acht-Prozent-Partei zeigt eher den zunehmenden Ärger über das politische Personal in der Pandemie. Die Menschen, auch viele Journalisten, beginnen sich nach neuen Gesichtern zu sehnen. Gesichter, die nicht jede Woche Corona-Maßnahmen verkünden oder falsche Versprechen machen.

Aiwanger hat, das muss man ihm lassen, stets klare Kante gezeigt. Gegen Söder, für den das Gleiche gilt, konnte er sich in Corona-Fragen aber nie sichtbar durchsetzen. Wie lange nimmt er das hin? Zwei Parteichefs mit Berliner Ambitionen, die in unterschiedliche Richtungen ziehen. Es könnte ungemütlicher werden im Kabinett.

Mike.Schier@ovb.net

Kommentare