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Meinung

Vatikan-Reform: Weg für Frauen an Kurienspitze bereitet

Claudia Möller online rahmen
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Claudia Möllers
  • Claudia Möllers
    VonClaudia Möllers
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Kongregationen gehören in der päpstlichen Kurie bald der Vergangenheit an. Ab Pfingsten gibt es nur noch Dikasterien – und das Staatssekretariat als oberstes Leitungsorgan der Kurie.

Auf den Tag genau neun Jahre nach seiner Amtseinführung legte Papst Franziskus ein neues Grundgesetz vor. Überraschend ist dabei, dass Kurienchefs künftig Laien sein können – Mann oder Frau.

Damit setzt Franziskus ein Zeichen, das man wohl erst in der Retrospektive als bedeutsam einordnen kann. Vielen Gläubigen, gerade den in der Kirche sträflich gering geschätzten Frauen, wird das überfällig vorkommen. Und doch ist es eine wichtige Entscheidung, die der Papst nun getroffen hat. Die Zukunft wird zeigen, wann es dann auch wirklich die erste Frau an die Spitze eines päpstlichen Ministeriums schafft oder ob sich die Reform nur schön liest auf dem Papier.

Eine Kurienbehörde leitet der Papst übrigens selber: das Dikasterium für Evangelisierung. Und das rangiert ausdrücklich vor der früheren Glaubenskongregation, die Joseph Ratzinger einst geleitet hatte. Damit zeigt Franziskus, dass er der Glaubensverkündigung den wichtigsten Rang zumisst. Missionarischer soll die Kirche werden, professioneller und dienstleitungsbezogener. Um das mit Leben zu füllen, muss aber noch viel passieren. Und die drängende Frauenfrage ist mit dieser Neuorganisation keinesfalls beantwortet.

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