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Meinung

Zustände in Schlierseer Seniorenheim: Unverzeihliches Versagen

Katrin Woitsch online rahmen
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Katrin Woitsch
  • Katrin Woitsch
    VonKatrin Woitsch
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Die Betreiber wechseln, die Missstände bleiben: Seit Jahren macht die Seniorenresidenz Schliersee Schlagzeilen, weil Bewohner schlecht versorgt, dehydriert oder unterernährt sind, weil verordnete Medikamente nicht verabreicht oder Wunden nicht richtig versorgt wurden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt (auch wegen 17 Todesfällen), der MDK stellt bei seinen Prüfungen wiederholt gravierende Mängel fest. Und erst jetzt droht dem Betreiber eine Kündigung. Dass bisher niemand eingegriffen hat, ist unverzeihlich. Die Heimaufsicht hätte genauer hinsehen, die Politik sich mutiger einschalten müssen.

Aber auch Pflegekräfte, Ärzte und gesetzliche Betreuer haben ihren Beitrag geleistet, dass sich die Zustände in Schliersee seit Jahren nicht verändern. Alle, die Missstände stillschweigend hingenommen oder bewusst übersehen haben, tragen eine Mitschuld. Die Pandemie ist dafür keine Entschuldigung – im Gegenteil: Die Heime waren monatelang abgeschirmt, die Bewohner isoliert. Die Verantwortung von Pflegekräften und Ärzten war in dieser Zeit größer denn je.

Das Kontrollsystem hat in Schliersee komplett versagt. Aber das Heim ist nicht die einzige Pflegeeinrichtung, in der es Missstände gibt. Eine Reform der Kontrollen ist überfällig. Übergeordnete Instanzen und verbindliche Prüfkriterien, wie sie die SPD fordert, sind ein richtiger Schritt. Vor allem aber darf es bei festgestellten Mängeln nicht Jahre dauern, bis sich in einem Heim etwas ändert.

Katrin.Woitsch@ovb.net

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