Unser Fleischkonsum Weniger ist besser CHRISTIAN VORDEMANN

Unser Fleischkonsum. Weniger ist besser .

CHRISTIAN VORDEMANN

Es erinnert an die Zeit, als es noch Eier aus Käfighaltung bei uns gab: Die Mehrheit der Verbraucher sagte in Umfragen, dass sie Eier aus dieser tierquälerischen Haltungsform nicht essen möchten – diese Eier wurden aber dennoch gekauft. Beim Fleischkonsum sieht es heute ähnlich aus. Natürlich gönnen die meisten Menschen Nutztieren eine artgerechte Haltung und Aufzucht, beim Griff in die Fleischtheke bestimmt aber der (niedrigere) Preis das Kaufverhalten.

Dabei können wir Fleischkonsumenten durch bewusstes Einkaufen den Kreaturen und traditionellen Bauern viel Gutes tun. Und uns selbst auch. Ein Braten von einem bayerischen Weideochsen oder ein Kotelett vom Schwein aus Freilandhaltung womöglich noch im Eichenwald oder ein Stück Wildbret vom heimischen Jäger ist ein Hochgenuss. Dieses Fleisch ist nicht nur schmackhafter, sondern auch weniger mit Medikamenten belastet als das aus der Massentierhaltung.

Ja, es ist teurer als das billige Fleisch aus der Discounter-Tiefkühltheke. Aber es ist nicht unbezahlbar. Auch ist es nicht gesund, zu viel von diesem hochwertigen Lebensmittel zu essen. Weniger ist besser, auch für den Geldbeutel. Wenn ich nur jeden dritten Tag ein gutes Stück Fleisch esse, zahle ich auch nicht mehr als für eine tägliche Billigware. Wohl bekomms und guten Appetit!

Christian.Vordemannn@ovb.net

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