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China stoppt Corona-Untersuchung: Und die Unterdrücker feixen...

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  • Georg Anastasiadis
    vonGeorg Anastasiadis
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Amerikas schändlicher Präsident hat, als er seine Anhänger gegen das US-Kapitol in Marsch setzte, den Despoten und Gewaltherrschern auf der ganzen Welt einen Tag der Freude beschert.

In Moskau sorgt sich Präsident Putin scheinheilig um die US-Demokratie. In Teheran, wo das Regime demonstrierende Studenten gnadenlos niederknüppeln lässt, bejubelt Präsident Ruhani das „Scheitern der westlichen Demokratie“. Und in China ziehen die schadenfrohen Staatsmedien zynische Vergleiche mit der Niederschlagung der Hongkonger Proteste – gerade so, als seien die dortigen Freiheitskämpfer gleichzusetzen mit dem Mob, der in den USA frei gewählte Institutionen angriff.

Die von Trump angezettelte Herrschaft des Pöbels erschüttert, auch wenn sie nur Stunden dauerte, weltweit das Vertrauen in die Demokratie und nährt den (Irr-)Glauben an die Überlegenheit gelenkter Systeme. Trumps schamlose Schläge gegen die Wahrheit erlauben den Verächtern der Demokratie, ungestört mit ihren Lügen fortzufahren: Am selben Tag, da die Welt entgeistert auf Washington blickte, gab die Weltgesundheitsorganisation WHO bekannt, dass China einer Expertengruppe, die dem Wuhan-Virus nachspüren sollte, die Einreise verweigerte.

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Seit der Zeit, als das Coronavirus auftauchte, machte das Pekinger Regime Forscher, die darüber berichteten, mundtot. Während China Wuhan abriegelte, protestierte die Staatsführung gegen europäische Länder, die chinesischen Flugzeugen die Landung verbieten wollten. Warum? Die kommunistischen Herrscher wollten Europa und die ganze Welt in dieselbe schlimme Lage bringen, in der sich China damals befand. Doch danach fragt dank Trump nun keiner mehr.

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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