Trumps Deal für den Nahen Osten Friedensplan?

Trumps Deal für den Nahen Osten. Friedensplan? Eher Ablenkungsmanöver!

KLAUS RIMPEL

Bill Clinton, George W. Bush, Barrack Obama: Sie alle haben sich an einer Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts die Zähne ausgebissen. Und jetzt soll ausgerechnet Donald Trump diesen „schwierigsten aller Deals“ (wie er es selbst nennt) hinbekommen?

Das ist – leider – kaum zu glauben. Nicht, weil Trump Trump ist: Wo herkömmliche Diplomatie seit Jahrzehnten scheitert, wäre ein unorthodoxer Zugang zum Problem à la Trump ja vielleicht wirklich eine Möglichkeit, die festgefahrenen Fronten aufzulösen.

Doch der US-Präsident hat sich seit Amtsbeginn derart einseitig auf Seiten Israels positioniert, dass er aus palästinensischer Sicht kein Vermittler, sondern Handlanger Benjamin Netanjahus ist. Dass Trumps Nahost-Friedensplan ausgerechnet jetzt kommt, sehen selbst israelische Beobachter als Parteinahme Trumps für den unter Druck stehenden israelischen Premier: Kurz vor der Parlamentswahl und der Entscheidung zur Immunität in seiner Korruptionsanklage kann Netanjahu diese Schützenhilfe seines Kumpels in Washington gut gebrauchen. So hängt diesem Friedensplan von Anfang an der Makel an, dass es dabei weder um die Israelis noch um die Palästinenser geht, sondern um Netanjahu und Trump. Denn auch der US-Präsident kann jede Ablenkung vom Amtsenthebungsverfahren derzeit gut gebrauchen.

Klaus.Rimpel@ovb.net

Kommentare