Tödliche Attacke in Augsburg Ein Leben – einfach ausgelöscht

Tödliche Attacke in Augsburg. Ein Leben – einfach ausgelöscht .

ALEXANDER WEBER

Noch ist über den genauen Tatablauf, bei dem mitten in Augsburg zwei Ehepaare attackiert, der eine Mann totgeschlagen und der andere schwer verletzt wurde, wenig bekannt. Über die mutmaßlichen Täter immerhin so viel: 17 Jahre jung, deutsche und „weitere“ Staatsangehörigkeiten (was soll diese nebulöse Formulierung?). Und vor allem: polizeibekannt. Das schreit geradezu nach der Frage: Hätte die Gewalt im Vorfeld verhindert werden können? Die blutige Tat trifft das Lebens- und Sicherheitsgefühl der Menschen ins Mark. Wenn schon der Heimweg vom Christkindlmarkt zum lebensgefährlichen Risiko wird, wohin soll das alles noch führen? Ebenso ernüchternd ist die Erkenntnis, das selbst ein von so vielen Überwachungskameras „gesichertes“ Terrain vier unschuldige Menschen nicht vor solch einem Verbrechen schützen konnte. Immerhin halfen die Videos der Polizei dabei, die Täter rasch zu ermitteln. Dennoch: Der Alltag der Bürger muss besser geschützt werden, sprich: mit mehr leibhaftigen Polizeibeamten auf den Straßen. Was bleibt, ist tiefes Mitgefühl mit den Opfern. Als Feuerwehrmann hat der 49-jährige Getötete gelebt, um Mitmenschen zu schützen. Nun wurde sein eigenes Leben von einem 17-Jährigen einfach ausgelöscht.

Alexander.Weber@ovb.net

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