Tests auf Corona Verdachtsfälle nicht in die Warteschleife

Tests auf Corona. Verdachtsfälle nicht in die Warteschleife .

BARBARA NAZAREWSKA

Man kann der Politik nicht vorwerfen, sie würde der Corona-Pandamie nichts entgegensetzen. Was man aber kritisieren muss, sind hausgemachte Schwierigkeiten, wenn es um Verdachtsfälle und Testmöglichkeiten geht.

Zum Verständnis: Als Verdachtsfall gilt jemand, der Symptome wie Fieber oder Husten hat und sich zuvor in einem Risikogebiet aufhielt bzw. Kontakt zu einem Infizierten hatte. So jemand soll nicht in eine Arztpraxis gehen und dort womöglich andere anstecken. Vielmehr soll er zum Beispiel die 116 117 wählen, die bundesweite Hotline der Kassenärzte, und seinen Fall schildern. Theoretisch – hier durchzukommen, ist oft eine unüberwindbare Hürde. Die Folge: Verunsicherte, womöglich infizierte Menschen, die alleingelassen werden. Ohne Test. Ihre Kontaktpersonen werden nicht zeitnah ermittelt. Wenn also die Politik drastische Maßnahmen zum Schutz aller beschließt, muss sie dafür sorgen, dass es an entscheidenden Stellen nicht hapert. Ministerpräsident Söder will nun das Personal in den Gesundheitsämtern aufstocken. Das ist der richtige Weg. Denn Verdachtsfälle gehören nicht in eine Dauer-Warteschleife! Sondern umgehend getestet und erfasst.

Barbara.Nazarewska@ovb.net

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