Tausende Feinstaub-Tote Versuchte Verblödung MARTIN PREM

Tausende Feinstaub-Tote. Versuchte Verblödung .

MARTIN PREM

Wer bietet mehr? 13 000 Tote durch Verkehrsemissionen in Deutschland im Jahr 2015 ergaben Berechnungen der selbst ernannten Umweltschutz-Organisation ICCT (International Council für Clean Transportation). Obwohl solche Zahlenspiele schon rein methodisch unzulässig sind, sind sie nicht auszurotten. Der Gipfel der versuchten Verblödung sind aber die angeblichen Erklärungen, die die Organisation gleich mitliefert.

So seien für viele Todesfälle Feinstaubpartikel in Dieselabgasen die Ursache. Leider wird dabei unterschlagen, dass das Problem der Partikel bei Pkw-Dieselmotoren seit der flächendeckenden Einführung von entsprechenden Filtern mit der Abgasnorm EU 4 im Jahr 2006 praktisch gelöst ist. Außerdem nennt der ICCT die Ozonbelastung als Todesursache. Diese würden durch Stickoxide verursacht. Das Gegenteil ist der Fall: Wenn Stickstoffmonoxid aus Abgasen zu Stickstoffdioxid oxidiert, wird der Ozongehalt in der Luft nachweislich vermindert.

Nirgendwo auf der Welt sterben mehr Menschen an Verkehrsemissionen als in Mailand, Turin, Stuttgart, Kiew, Köln und Berlin, sagt der ICCT. Wie steht es um die Luft in Kairo, Peking, Sao Paolo oder Mumbai? Besonders ärgerlich ist, wie unkritisch selbst als seriös geltende Medien und Nachrichtenagenturen den offensichtlichen Unsinn aufgreifen. Naive Gutgläubigkeit ist ein besonders fruchtbarer Nährboden für Falschmeldungen.

Martin.Prem@ovb.net

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