Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Meinung

Das verkeilte Containerschiff im Suezkanal hat gezeigt, wie sensibel der Welthandel ist

-
+
-
  • vonMarc Beyer
    schließen

Der weltweite Handel ist sensibel. An der jüngsten Blockade am Suez-Kanal sieht man, dass Nadelöhre der Handelswege anders behandelt werden sollten.

Schon heute ist das Bild des grotesk verkeilten Containerschiffes „Ever Given“ im Suezkanal eines der Motive des Jahres. Es zeigt auf einen Blick die gewaltigen Dimensionen des weltweiten Handels, aber eben auch seine Anfälligkeit. Alle Räder müssen ineinander greifen, alle Prozesse abgestimmt sein. Schiefgehen darf – buchstäblich – nichts. Zeit ist kostbar, weswegen bei der Havarie im Kanal nach nur wenigen Tagen Milliardenschäden im Raum stehen und hunderte Schiffe sich stauen.

Es muss gar kein banaler Sandsturm sein, wie er jetzt dem Kapitän zum Verhängnis wurde. 2019 war es ein Konflikt in der Straße von Hormus, auf den die Welt blickte. Ganz zu schweigen von der Pandemie, die Produktionen zum Stillstand brachte und Lieferketten reißen ließ. Dass nun, wo die Nachfrage wieder angezogen hat, plötzlich leere Container fehlen, ist noch so ein Szenario, das man sich kaum hätte ausmalen können.

Größenbeschränkungen für „Nadelöhre“

Wenn Handelsrouten durch Nadelöhre verlaufen, liegt das Risiko auf der Hand. Der Blick auf die Alternativen – in diesem Fall ein Umweg von tausenden Kilometern ums Kap der Guten Hoffnung – zeigt aber auch, warum es eingegangen wird. Die Havarie ist ein Anlass, um über logistische Prozesse nachzudenken oder eine Größenbeschränkung in zentralen Handelsstraßen. Mehr denn je geht es darum, Risiken zu kalkulieren. Ausschließen lassen sie sich im weltweiten Handel aber nie.

Schreiben Sie unserem Autor: Marc.Beyer@ovb.net

Kommentare