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Streit um „Layla“ geht weiter: Volksfest schmeißt anzüglichen Ballermann-Hit aus dem Programm

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Sebastian Horsch
  • VonSebastian Horsch
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„Layla“ fliegt raus. Auf dem Würzburger Kiliani-Volksfest darf der Ballermann-Hit auf Geheiß der Stadt nicht mehr gespielt werden. Weil Medien das Rathaus auf den anzüglichen Text aufmerksam gemacht haben. Schon klar, „Layla“ ist musikalische Billigware und der Text saublöd und vulgär. Doch damit ist „Layla“ nicht alleine.

Es ist ja nicht so, dass es mit „Layla“ zum ersten Mal ein Werk mit diesen Merkmalen zum deutschlandweiten Hit geschafft hätte – von den Texten mancher englischsprachiger Welterfolge ganz abgesehen. Wer Volksfestabende erlebt hat, weiß, dass es hier ohnehin nicht um Niveaufragen geht.

Nein, dass die Würzburger Stadtpolitik ausgerechnet in diesem Fall einschreitet, dürfte vielmehr einer Art vorauseilendem Gehorsam geschuldet sein. Aus Angst vor dem mächtigen Sexismus-Vorwurf wird moralisch Verdächtiges beim leisesten Anflug von Kritik getilgt. Den Bierzeltbesuchern, bei denen das Lied offensichtlich gut ankam, wird vorgeschrieben, was sie gerne hören wollen. Das ist falsch. Es ist aber gleichzeitig das Recht der Stadt als Veranstalter.

Ob die Würzburger Moralapostel ihrem angeblichen Ziel, den sexistischen Inhalt einzudämmen, damit allerdings nähergekommen sind, ist fraglich. „Layla“ ist jetzt auch dank ihrer Entscheidung deutschlandweit in aller Munde. Und selbst auf dem Kiliani ist das Lied nicht verschwunden. Im Internet finden sich Handyvideos, in denen das ganze Bierzelt es trotz des Verbots a cappella grölt – nur die Band hält sich raus

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