Meinung

Das Homeschooling zeigt, dass alle zusammen den Kindern guten Unterricht ermöglichen müssen

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  • vonClaudia Muschiol
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Es gab Pannen beim Start des Distanzunterrichts in Bayern, um das zu beheben, müssen alle an einem Strang ziehen.

Der Start des Distanzunterrichts hat nicht nur viele Systeme, sondern auch die Nerven so mancher Beteiligten an ihre Grenzen gebracht. Dass die Schulpolitik beim Thema Digitalisierung in den vergangenen Jahren versagt hat, ist vielfach diskutiert worden und kann nicht mehr schöngeredet werden. Hier ist definitiv Nachsitzen angesagt.

Doch alles Lamentieren und Jammern bringt nun auch keinen weiter, denn es ist unwahrscheinlich, dass die Versäumnisse in dieser Distanzunterrichtsperiode noch aufgeholt werden können. Wichtig ist jetzt, dass alle an einem Strang ziehen. Für keinen ist die schulische Gesamtsituation derzeit so, wie man es sich wünschen würde: Für Kinder nicht, die lieber mit Freunden lernen würden, als allein daheim mit stellenweise genervten und überforderten Eltern.

Für eben die nicht, da für sie die Doppelbelastung von Homeoffice und Homeschooling oftmals ein Balanceakt ist. Aber auch nicht für Lehrer, für die die Gestaltung des Distanzunterrichts auch eine größere Belastung ist und die vielfach sicher lieber in ihrer Klasse stehen würden als mit überlasteten Servern, Eltern und wackeligen Videokonferenzen zu kämpfen. Im Sinne der Kinder gilt es gemeinsam und mit Toleranz – das auch aufseiten der Arbeitgeber – durch diese Zeit zu kommen und zu hoffen, dass es im Sommer vorbei ist. Und wenn nicht: dass bis dahin für alle praktikablere Lösungen gefunden werden.

Schreiben Sie unserer Autorin: Claudia.Muschiol@ovb.net

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