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Stammstrecken-Sperrungen in München: Das dicke Ende kommt erst noch

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  • Dirk Walter
    vonDirk Walter
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Muss das sein? Sollten die Geschäfte – was absehbar ist – im Frühjahr wieder öffnen, droht von anderer Seite Ungemach: Wegen Bauarbeiten an der zweiten Stammstrecke schränkt die Bahn den Verkehr der S-Bahn in die Innenstadt an 18 Wochenenden stark ein.

Da wird sich mancher zwei Mal überlegen, ob er seine Samstags-Shopping-Tour in der Fußgängerzone antritt. Für die Bauarbeiten gibt es feste und gut begründete Zeitpläne, für Änderungen dürfte es zu spät sein. Jedoch könnte die Bahn an anderer Stelle Entgegenkommen signalisieren – zum Beispiel, indem sie die Fahrten in die Innenstadt an den Bau-Wochenenden kostenlos macht.

Aber machen wir uns nichts vor: Dass der Bau der zweiten S-Bahn-Röhre über Jahre hinweg zu empfindlichen Einschränkungen des Bahnverkehrs führen wird, muss jedem klar sein. Es wurde freilich nie kommuniziert. Da kommt noch was auf die Fahrgäste zu. An mehreren Stellen werden sich erste und kommende zweite Stammstrecke überschneiden.

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Da gibt es etliche Nadelöhre. Fängt die Bahn an, dort zu bauen, wird sie nur schwer den S-Bahn-Verkehr im normalen Takt weiterlaufen lassen können. Ein Beispiel ist der Bahnhof Laim, der ja komplett umgebaut wird. Die Bahn sollte lieber gleich eine Art Baustellen-Fahrplan für die kommenden Jahre publik machen, damit sich die Händler wenigstens darauf einstellen können.

Dirk.Walter@ovb.net

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