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Meinung

SPD-Kandidat Olaf Scholz im Bundestagswahlkampf: Der Mann ohne Patzer

Marcus Mäckler online rahmen
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Marcus Mäckler

Geräuschlosigkeit kann ein Vorteil sein, das merkt Olaf Scholz dieser Tage besonders. Während sich seine beiden Konkurrenten von Grünen und Union laut scheppernd einen Patzer nach dem anderen erlauben, zeigt sich der SPD- Kanzlerkandidat trittsicher.

Würde der Regierungschef direkt gewählt, hätte Scholz derzeit sogar die besten Karten. Falsche Illusionen sollte das aber nicht wecken.

Es stimmt, der stark personalisierte Wahlkampf läuft derzeit gut für den SPD- Mann – dabei ersetzen Timing und Professionalität das weitgehend fehlende Charisma. Als man hier über Annalena Baerbocks Plagiat stri, verkündete Scholz in Washington eine globale Steuerrevolution – und garnierte das mit staatsmännischen Bildern. Als Armin Laschet an fataler Stelle lachte, ging Scholz an der Seite von Malu Dreyer mit ernster Miene durchs Flutgebiet.

Nicht einmal die Cum-Ex-Affäre fällt Scholz auf die Füße

Selbst den Beinamen „Scholz-o-mat“ für den quälendsten Politfloskler hat er unterdessen abgegeben, zugunsten des „Lasch-o-maten“. Dass dem Vizekanzler nicht mal sein zweifelhaftes Handeln in der Cum-Ex-Affäre um illegale Steuertricks auf die Füße fällt, ist auch das Ergebnis des inhaltsleeren Wahlkampfs. Scholz muss nur schweigen.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass der Radikalzuschni der Kampagne auf den seriösen Kandidaten der Partei bislang nicht nutzt. In Umfragen bewegt sich die SPD kaum vom Fleck, was auch daran liegt, dass da eine Unwucht zu spüren ist. Scholz passt nur mäßig zu den Eskens und Kühnerts, die inzwischen den eigentlichen Kern der Partei ausmachen. Das schließt nicht aus, dass Scholz bei weiterhin fehlerfreiem Wahlkampf noch ein paar Prozentpünktchen holen kann. Aber er allein wird die Genossen kaum ins Kanzleramt wuppen.

Marcus.Maeckler@ovb.net

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