Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


MEINUNG

Söder bleibt in Bayern: Willkommen zuhause

Christian Deutschländer online rahmen
+
Christian Deutschländer
  • Christian Deutschländer
    VonChristian Deutschländer
    schließen

In der Pandemie haben die Bayern ihren Söder neu kennengelernt, das war für beide Seiten von Vorteil. Selten ist herzenswarmer Jubel über den Ministerpräsidenten ausgebrochen, aber oft war Respekt zu hören: Bei ihm ist man in der größten Nachkriegskrise in guten Händen.

Nicht alles läuft richtig, aber Grundlinie und Tempo sind besser als anderswo. Auf dieser Basis hätte Söder von den Bayern kaum Euphorie für seine Kanzlerkandidatur verlangen können. Jetzt, wo er an der CDU abprallt, fühlt sich auch keiner im Freistaat – na gut, einer vielleicht – in seiner Ehre gepackt. Söder bleibt da, und das passt.

Das passt auch, weil es in Bayern für ihn einiges aufzuräumen gibt. Er wäre ohne Zweifel der populärere Kanzlerkandidat gewesen, aber bisher nicht aus der Stärke eines überragenden Erfolgs in Bayern heraus. Zur Ernüchterung: Er hätte den Freistaat als Großbaustelle übergeben (vermutlich an Ilse Aigner), ein Land, das über Nacht in neue Milliardenschulden gestürzt wurde; zu einem kleinen Teil wegen Söders exorbitanter Ausgaben- und Versprechensfreude bis 2020, zum größeren Teil wegen der Pandemie-Folgekosten seit 2020.

Söders Regierung hat auf vielen Positionen großes Verbesserungspotenzial, Corona überdeckt das. Und: Er führt eine Partei, die schwer angeschlagen ist. Das schlechteste Resultat der CSU-Geschichte war das von Söder, 37,2 Prozent 2018, und in Umfragen sind es derzeit kaum über 40. Schlimmer noch: Die CSU wird von einer Masken- und Raffke-Affäre durchgeschüttelt.

Nicht Söders Schuld. Aber Söders Pflicht, all das umfangreich und sehr nachdrücklich aufzuräumen. Falls er das packt, falls er Bayern und seine eigene Partei stabilisiert, die Landtagswahl 2023 besteht, hat er noch spannende Karriereschritte vor sich. Aber eben erst dann.

Christian.Deutschlaender@ovb.net

Kommentare