Schulöffnungen in Bayern Auf die bedächtige Art DIRK WALTER

Schulöffnungen in Bayern. Auf die bedächtige Art .

DIRK WALTER

Kultusminister Michael Piazolo bleibt seiner bedächtigen Gangart treu. Sein Fahrplan für die Schulöffnungen bleibt weit hinter dem zurück, was andere Bundesländer ermöglichen. Das hätte man auch etwas forscher angehen können. So aber werden Mittelstufenschüler ihre Schule in diesem Schuljahr nur noch drei Wochen lang von innen sehen. Sie haben, wenn es denn am 15. Juni endlich mit dem Schulbesuch klappen sollte, insgesamt drei Monate Zwangspause hinter sich. Das Modell mit dem Präsenzunterricht im wochenweisen Wechsel ist für Lehrer gewiss nicht leicht zu organisieren. Aber es gibt genug Zeit zur Vorbereitung. Dass einige Lehrerverbände gleich vor Überlastung warnen, ist daher unverständlich.

Es versteht sich von selbst, dass dieses Schuljahr ein Not-Schuljahr ist. Klausuren und die Noten müssen auf ein Mindestmaß zurückgeschraubt werden. Hier ist dringend ein Signal des Kultusministers an übereifrige Schulleiter nötig, die auch noch die letzte Religions-Klausur durchpeitschen wollen. Das Corona-Schuljahr hat nur ein Gutes: Es zeigt schonungslos die Schwachstellen der bayerischen Schule im Jahr 2020 auf. Den Online-Unterricht, aus der Not geboren, können andere Länder besser.

Dirk.Walter@ovb.net

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