Schul-WC für „Diverse“ Ein Problem, das keines ist

Schul-WC für „Diverse“. Ein Problem, das keines ist .

DIRK WALTER

Das kann noch heiter werden, wenn die prinzipiell ja richtige Anerkennung eines dritten Geschlechts („divers“) bald für alle Lebenslagen durchdekliniert wird. Drei Gemeinden im Landkreis München haben bei der „diversen“ Personengruppe – es gibt geschätzt 10 000 bis 80 000 Menschen bundesweit – nun die Toilettenfrage aufgeworfen. Sie wollen allen Ernstes eigene WCs für „diverse“ Grundschulkinder. Mit Verlaub: Hier wird eine vermeintliche Problemlage konstruiert und zur Grundsatzfrage hochstilisiert.

Nein, es ist keine Diskriminierung, wenn man auf die Extra-WCs verzichtet. Im Grundschulalter ist der Sinn für die Unterschiedlichkeit der Geschlechter noch nicht so ausgeprägt, so die klare Auskunft eines Experten für „Gender Studies“. Und selbst wenn, so wird sich für Einzelfälle mit Fingerspitzengefühl eine tragbare Lösung finden lassen. Lehrer-WC? Unisex-Toilette? Alles machbar. Man kann nur hoffen, dass nun nicht auch noch in sämtlichen Gymnasien, Rathäusern oder Landratsämtern – wo es zumeist nicht einmal Behinderten-Toiletten gibt – toilettentechnisch nachgerüstet wird. Ausnahmsweise könnte man sich die Deutsche Bahn zum Vorbild nehmen. Sie hat nur ein WC – für alle. Die Toilettenfrage ist zum Runterspülen. Schön, dass wir sonst keine Probleme haben.

Dirk.Walter@ovb.net

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