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MEINUNG

Schröders Kontakt zu Putin: Sein letztes Kapital

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Marc Beyer
  • VonMarc Beyer
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Schon dass Gerhard Schröder öffentlich spricht, ist im Grunde eine Nachricht. Monatelang ist es still gewesen um den Altkanzler, ein einziges Mal äußerte er sich in der „New York Times“, ansonsten ließ er höchstens seinen Anwalt reden. Nun hat er die „FAZ“ zu einem ausführlichen Gespräch empfangen.

Viel darf daraus nicht zitiert werden, doch auch das Wenige macht klar: An seiner unkritischen Haltung zu Russland und dem von ihm entfesselten Krieg hat sich nichts geändert.

Schröder hat in letzter Zeit viel verloren: seine umstrittenen Posten in Russlands Energiewirtschaft, die Privilegien als Altkanzler, vor allem aber den Respekt seiner Landsleute. Dass er nun betont, er werde weiterhin die Gesprächsmöglichkeiten mit Wladimir Putin, seinem alten Freund, nutzen, ist dennoch keine Überraschung. Die Meinung der anderen hat ihn immer nur am Rande interessiert. Und aus Schröders Sicht macht diese unbeirrbare Haltung auch Sinn. Sein Kontakt zu Putin ist alles, was ihm an politischem Kapital geblieben ist.

Die Frage ist bloß, was er ihm bringt. Zu Kriegsbeginn hätte man mit viel Optimismus tatsächlich meinen können, ein Kanal in den Kreml könnte hilfreich sein. Seit der Moskau-Reise des Altkanzlers aber sind nun vier Monate vergangen, ohne dass es ein sichtbares Einlenken oder auch nur Innehalten Putins gegeben hätte. Das Beste, was sich über Schröders kurzen Draht nach Moskau noch sagen lässt, ist deshalb wohl: Schaden kann er jetzt auch nicht mehr.

Marc.Beyer@ovb.net

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