Sanders siegt in Nevada Trumps Wunschgegner MIKE SCHIER

Sanders siegt in Nevada. Trumps Wunschgegner .

MIKE SCHIER

Dem Amtsinhaber gefiel das Ergebnis: Via Twitter sandte Donald Trump dem Demokraten Bernie Sanders, den er „Crazy Bernie“ nennt, Glückwünsche zum Erfolg in Nevada. Selbst wenn es noch früh im Wahlkampf ist, deutet immer mehr darauf hin, dass der 73-jährige Amtsinhaber vom rechten Rand einen 78 Jahre alten Herausforderer vom linken Rand bekommt. Sollte es so kommen, verlöre das polarisierte Land endgültig die Mitte.

Noch ist es nicht so weit. Bis zur Entscheidung bieten sich den Demokraten viele weitere Möglichkeiten, sich gegenseitig zu zerfleischen. Der Ton hat sich zuletzt merklich verschärft, trotzdem warf noch kein aussichtsreicher Bewerber das Handtuch. Stattdessen machen Berichte die Runde, nach Trump werde auch Sanders von Moskau unterstützt. Der Demokrat mag dies empört ablehnen – der Reputation der US-Politik schaden die Enthüllungen trotzdem. Und Moskau reibt sich die Hände.

Die Moderaten dürften nun vor allem auf Michael Bloomberg hoffen – noch so ein Jungspund mit 78 Jahren. Der Milliardär steigt erst im März beim Super-Tuesday ins Rennen ein, hat aber bereits mehr als 360 Millionen Dollar für Wahlwerbung verbraten – mehr als Barack Obama für seine komplette Wiederwahl 2012. Trump verhöhnt ihn als „Mini Mike“. Angesichts der Summen in diesem verrückten Wahlkampf vielleicht nicht ganz passend.

Mike.Schier@ovb.net

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