S-Bahn München Ernüchternde Bilanz DIRK WALTER W...

S-Bahn München Ernüchternde Bilanz DIRK WALTER Was viele Fahrgäste schon ahnten, hat man jetzt schwarz auf weiß: Die Jahresbilanz 2019 der S-Bahn fiel alles andere als berauschend aus.

S-Bahn München

Ernüchternde Bilanz

DIRK WALTER

Was viele Fahrgäste schon ahnten, hat man jetzt schwarz auf weiß: Die Jahresbilanz 2019 der S-Bahn fiel alles andere als berauschend aus.Die S-Bahn bleibt ein störungsanfälliges Unternehmen. Das ist die ernüchternde Realität, mag uns die Politik auch noch so viele Wortgirlanden von der angeblichen Verkehrswende ins Ohr blasen. Gründe gibt es viele. Die S-Bahn hat zum Beispiel zu wenig Fahrzeuge. Das ist seit Jahren bekannt, doch die Lücken werden immer nur provisorisch gestopft. Nun fahren sogar S-Bahnen aus Nordrhein-Westfalen in München, die weder kuppelbar mit den normalen S-Bahn-Zügen sind noch in den Tunnel dürfen. Fast eine Binsenweisheit ist, dass das S-Bahn-Netz erweitert werden muss. Der Fortschritt ist erkennbar, aber eine wirkliche Ertüchtigung ist ein Werk von Jahrzehnten.

Eigentlich wollte das bayerische Verkehrsministerium die S-Bahn durch einen neuen Pakt („1. Münchner S-Bahn-Vertrag“) zur Besserung verpflichten. „Anreizkomponenten für mehr Pünktlichkeit und Qualität“ wurden versprochen. Der Vertrag sollte Ende 2019 in Kraft treten. Doch siehe da: Das Ministerium hat den Abschluss stillschweigend um ein Jahr verschoben. Also bleibt alles erst mal so, wie es ist. Und das ist keine gute Nachricht.

Dirk.Walter@ovb.net

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