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Robert Habeck unter Druck: Angriff unter Ampelfreunden 

Georg Anastasiadis online rahmen
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Georg Anastasiadis
  • Georg Anastasiadis
    VonGeorg Anastasiadis
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Wer hoch fliegt, kann umso tiefer fallen. Robert Habeck, der lange gefeierte Zeremonienmeister der Ampelkoalition, ist nicht der Erste, der Bekanntschaft mit den Gesetzen der politischen Schwerkraft macht.

Bemerkenswert aber ist die Vehemenz, mit der vor allem die Koalitionsfreunde den Überflieger der deutschen Politik gerade zum Absturz zu bringen versuchen, und zwar in einer zwischen SPD und FDP erkennbar koordinierten Form: „Voller handwerklicher Fehler“ stecke Habecks (in der Tat verkorkster) Entwurf zur Gasumlage, ätzt die FDP und quittiert dessen Nachbesserungsversprechen gleich noch mit dem Ultimatum, Habeck habe bis zur Kabinettsklausur in Meseberg zu reagieren. Der böseste Satz aber kommt vom SPD-Chef Klingbeil, der auf Habecks wundesten Punkt zielt: „Am Ende zählen in der Politik nicht nur schöne Worte.“

Man darf annehmen, dass Klingbeil sein „friendly fire“ auf den Liebling der Saison nicht ohne Billigung des Kanzlers eröffnet hat. Olaf Scholz steht selbst unter Druck: Die Landtagswahl am 9. Oktober im SPD-Land Niedersachsen ist auch ein Test für seine Kanzlerschaft – und womöglich trendbestimmend dafür, ob die Grünen die Genossen als linke Volkspartei ablösen können. Kaum besser ist die Stimmung in der FDP, die schneller als erhofft wieder Kurs auf die 5-Prozent-Hürde genommen hat.

Noch nicht mal ein Jahr ist die Ampel im Amt, doch schon jetzt kämpft in diesem Bündnis jeder nur noch für sich, fatalerweise in einer Zeit sich gegenseitig verstärkender globaler Krisen. Die Grünen sind an diesem Bild des Jammers nicht unschuldig, weil sie Russlands Krieg früh auch als Chance begriffen haben, der Ampel ihre Agenda zum Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen aufzuzwingen, ohne Vorschläge zur Sicherstellung der Versorgung durch ergänzende Energieträger vorzulegen. Mit Wind und Sonne allein geht es (noch) nicht. 

Georg.Anastasiadis@ovb.net

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