Reisewarnung bis Mitte Juni Geduldsprobe verlängert

Reisewarnung bis Mitte Juni. Geduldsprobe verlängert .

TATJANA COERSCHULTE

Das einzig Gute an der schlechten Nachricht der verlängerten Reisewarnung ist: Mit der offiziellen Einstufung wissen Tourismusbranche und Kunden nun, woran sie für die nächsten sieben Wochen sind.

Für die Tourismuswirtschaft ist die Coronakrise längst ein Katastrophe und ein Aufatmen ist nicht in Sicht. Hoteliers, Gastronomen, ganze Ferienorte werden sich von diesen schwarzen Wochen nur langsam erholen, manche gar nicht. Die Alternative wäre aber derzeit im schlimmsten Fall ein zweites Ischgl. In dem österreichischen Ski- und Partyort haben sich Hunderte mit Corona angesteckt, das Virus mit in ihre Heimat genommen und dort verbreitet.

Für alle, die nun seit Wochen zu Hause ausharren, bedeutet die verlängerte Warnung vor allem eine längere Geduldsprobe. Erholen kann man sich auch ohne Reise, und wer will schon mit Mundschutz am Strand liegen? Oder mit Mindestabstand am Frühstücks-Buffet stehen? Auch wenn der abgesagte Tapetenwechsel frustrierend sein kann: Die Coronakrise verlangt allen Disziplin und die Abkehr von lieben Gewohnheiten ab – das gilt auch für die Urlaubszeit.

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