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Sündenbock Wasserburger Zeitung? Ramerbergs verlorene Unschuld

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Carmen Krippl, Chefredakteurin OVB-Heimatzeitungen
  • Carmen Krippl
    VonCarmen Krippl
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Liebe Ramerbergerinnen, liebe Ramerberger, ich muss gestehen, dass ich Ihren Ort bis zu den jüngsten Kommunalwahlen nur als Punkt auf der Landkarte kannte. Eine Kommune von vielen in unserem Verbreitungsgebiet. Seit anderthalb Jahren aber komme ich aus dem Staunen kaum heraus.

Eine Streitsituation wie bei Ihnen habe ich in meiner nun auch schon rund 30 Jahre dauernden beruflichen Laufbahn als Lokaljournalistin noch nie erlebt. Nicht der Themen wegen. Kompliziert sind die Herausforderungen anderswo auch. Vielmehr ist es die Art und Weise, wie gestritten wird.

Nicht haltbare Vorwürfe gegen die Wasserburger Zeitung

Die Sachebene ist dabei längst verlassen worden, die gegenseitigen Angriffe sind mehr als persönlich geworden. Die Bühne der geregelten Kommunikation ist ebenfalls längst verlassen worden. Da wird sich beharkt mit zum Teil ehrverletzenden Vorwürfen, mit unterzeichneten Flugblättern und sogar mit anonymen Pamphleten.

Alles rund um die jüngsten Ereignisse in Ramerberg finden Sie im OVB-Dossier.

All das scheint kein Problem zu sein, solange es im Ort bleibt. Die Lage sei so schlimm oder überhaupt erst entstanden, weil die Wasserburger Zeitung darüber berichtet hat. Das war der zentrale Vorwurf in der Bürgerversammlung an uns.

Weil wir schreiben, was passiert, sind wir schuld, dass es passiert ist?

Die Wasserburger Zeitung hat den Streit in Ramerberg nicht angezettelt

Bei allem Verständnis für Emotionen: Das ist blanker Unsinn. Ein Spiegel zeigt ein Bild, er erschafft es aber nicht. Die Wasserburger Zeitung hat den Streit in Ramerberg nicht angezettelt. Auch wenn sich die Kampfhähne, die sich sonst auf so gar nichts verständigen können, in diesem einen Punkt einig sind. Frei nach dem Motto: Einer muss ja schuld sein. Besser ist es die Zeitung als einer von uns.

Wir von der Wasserburger Zeitung würden gerne über eine Aussöhnung im Ort berichten. Aber die können wir genauso wenig herbeischreiben, wie wir den aktuellen Streit in der Gemeinde herbeigeschrieben haben. Die Fakten, die wir berichten, kommen aus Ramerberg, nicht von außen.

Die Verantwortlichen des Streits sollten langsam aus der Schmollecke kommen und sich zu einem konstruktiven Gespräch zusammenfinden. Ohne Vorwürfe, ohne persönliche Angriffe, mit Blick auf die Zukunft. Darüber würden wir viel lieber berichten als über eine neue Runde in diesem unseligen Zwist.

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