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Merkels Corona-Gipfel: Probleme im Vollzug

CHRISTIAN DEUTSCHLÄNDER
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CHRISTIAN DEUTSCHLÄNDER
  • Christian Deutschländer
    VonChristian Deutschländer
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Nach einem halben Jahr Corona-Politik ist der Instrumentenkasten ausdifferenziert.

Im Frühjahr, als die Kontrolle über die Infektionen entglitten war, wusste sich die Politik nur noch damit zu helfen, die Schüler heim und die Erwachsenen aufs Sofa zu schicken. Das wirkte, verursachte aber enorme Schäden in Wirtschaft und Sozialleben. Jetzt droht wieder ein Kontrollverlust, und noch kann man klug reagieren: lokale Maskenpflicht, Obergrenzen für Feste, längere Sperrstunden, Testangebote und strengere Vorgaben für Reisen. Vor allem den Großstädten läuft aber die Zeit davon, mit diesen Mitteln die stark steigenden Zahlen in den Griff zu kriegen.

Beliebig steigern lässt sich das nämlich nicht: Auch die Möglichkeiten der Maskenpflicht sind bald ausgereizt, auf leeren Nebenstraßen bringt’s jedenfalls nichts. Wichtiger ist jetzt, die Vollzugsdefizite zu beenden. Ist ja schön, wenn Berlins Stadtchef beim Gipfel mit Merkel sorgenvoll sein Haupt wiegt – zuhause lässt er sich aber leider von seinen grünen/linken Senatoren und Bezirksbürgermeistern auf der Nase herumtanzen, denen sind Party und Großhochzeit wichtiger als Infektionsschutz. Auch in Bayern, gerade München, kann’s noch besser werden: Schüler und Lehrer wirklich zu testen, statt nur davon zu reden! Gesundheitsämter wirklich so aufzustellen, dass sie schnell Infektionsketten brechen können! Noch ist ein bisschen Zeit dafür übrig.

Christian.Deutschlaender@ovb.net

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